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Kommentar
10. Juli 2018

Die Kirche spielt mit ihrer Zukunft

Die evangelischen Kirchen dienen sich häufig dem Zeitgeist an und nehmen die Bibel als Wort Gottes nicht mehr ernst. Diesen Vorwurf erhebt der Theologe Professor Udo Schnelle. In einem idea-Debattenbeitrag kritisiert er die Haltung der Kirche in der Flüchtlingspolitik, ihre Zustimmung zur „Ehe für alle“ sowie ihre Haltung zum Islam.

Die evangelische Kirche in Deutschland sieht ihre Zukunft offenbar in der politischen Ethik. Hier hofft sie, dem Mitglieder- und Bedeutungsschwund etwas entgegensetzen zu können. Nur so lassen sich zahlreiche Äußerungen des EKD-Ratsvorsitzenden, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, und anderer leitender Bischöfe verstehen. Man orientiert sich dabei vorwiegend an Leitideen, die aus dem rot-grünen Politik-Spektrum vorgegeben werden. Eine dieser Leitideen ist der globale Universalismus, wonach jeder für jeden und für alles in der Welt Verantwortung habe. Das führt zu einer Art Intensiv-Ethik, die permanent fordert und sich moralisch unendlich überlegen fühlt. Wer sich dazu kritis...

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