Gesellschaft
Penzberg: Ortsschilder weisen auch auf muslimisches Freitagsgebet hin
In der oberbayerischen Stadt Penzberg weisen neue Hinweisschilder an den Ortseingängen künftig nicht nur auf die Gottesdienstzeiten der katholischen und evangelischen Kirche hin, sondern auch auf das muslimische Freitagsgebet.
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In der oberbayerischen Stadt Penzberg weisen neue Hinweisschilder an den Ortseingängen künftig nicht nur auf die Gottesdienstzeiten der katholischen und evangelischen Kirche hin, sondern auch auf das muslimische Freitagsgebet. Die Schilder wurden gemeinsam von Bürgermeister Thomas Kopf („Penzberg Miteinander“), dem katholischen Pfarrer Bernhard Holz, dem evangelischen Pfarrer Julian Lademann und dem Imam der Islamischen Gemeinde Penzberg, Benjamin Idriz, offiziell angebracht. Das teilte Idriz auf seinem Instagram-Kanal mit.
Das Freitagsgebet mit Predigt finde in deutscher Sprache statt und stehe „allen Menschen offen – Muslimen ebenso wie Nichtmuslimen“. Damit seien nun die Gottesdienste aller drei großen Religionsgemeinschaften der Stadt sichtbar vertreten. Dies sei „ein starkes Zeichen der gegenseitigen Wertschätzung, der Gleichbehandlung und der gelebten Religionsfreiheit“.
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Idee entstand bereits im Vorjahr
Die Idee für die neuen Schilder sei bereits im vergangenen Jahr in einem Gespräch mit dem damaligen Ersten Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) entstanden, so Idriz. Er freue sich, dass sie nun unter dessen Nachfolger Kopf verwirklicht worden sei. Penzberg pflege seit Jahren eine „parteiübergreifende und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Religionsgemeinschaften“.
Die Schilder seien „mehr als Wegweiser“. Sie stünden für „eine offene Stadt, in der Vielfalt verbindet und alle Religionsgemeinschaften ihren anerkannten Platz haben“.