Menschenrechte

Muslime retten 20 Christen das Leben

Lesezeit: 2 min

Die Christen hatten auf einer Baustelle gearbeitet. Symbolfoto: pixabay.com
Die Christen hatten auf einer Baustelle gearbeitet. Symbolfoto: pixabay.com

Kutolo/Kelkheim (idea) – Eine Gruppe von Muslimen hat im Nordosten Kenias 20 Christen vor einem Angriff der radikal-islamischen Terrororganisation Al-Shabab aus dem Nachbarland Somalia gewarnt, ihnen bei der Flucht geholfen und ihnen so das Leben gerettet. Einen entsprechenden Bericht der britischen Internetplattform Premier bestätigte das christliche Hilfswerk Open Doors (Kelkheim bei Frankfurt am Main) gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Den Angaben zufolge hatten die Muslime erfahren, dass Al-Shabal-Milizen einen Angriff auf „nicht-lokale christliche Arbeiter“ planten, die auf der Baustelle für ein Regierungskrankenhaus in Kutulo im Verwaltungsbezirk Mandera unweit der Grenze zu Somalia eingesetzt waren. Die Muslime halfen den Arbeitern bei der Evakuierung und stellten sich den Milizen entgegen. Nach den Worten von Regionalkommissar Mohamed Birik eröffneten die Terroristen zwar das Feuer, verletzten aber niemanden. Anschließend sei ihnen die Flucht gelungen. Open Doors nannte den Einsatz der Muslime, über die nichts weiteres bekannt ist, einen Akt der Solidarität. In der Region von Kutulo sind die meisten Einwohner Muslime. Open Doors zufolge ist es das Ziel von Al-Shabab, alle Christen aus Somalia zu vertreiben. Die Milizen verstehen sich als Teil des Terrornetzwerks Al Kaida und verüben seit Jahren immer wieder Anschläge in Kenia, weil das ostafrikanische Land 2011 Truppen nach Somalia schickte, um Islamisten zu bekämpfen. Fast alle 12,3 Millionen Einwohner Somalias sind Muslime. In Kenia sind 83 Prozent der 48 Millionen Einwohner Kirchenmitglieder und elf Prozent Muslime.

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