Gesellschaft
Knapp jeder Fünfte hat schon einmal KI zu religiösen Themen befragt
Junge Menschen haben die Möglichkeit schon deutlich häufiger genutzt als ältere: Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es 40 Prozent. Das ergab eine Umfrage im Auftrag von IDEA.
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Knapp jeder fünfte Deutsche (18 Prozent) hat schon einmal eine Künstliche Intelligenz (KI) bei religiösen Themen zurate gezogen. Das ergab eine Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA-Consulere (Erfurt) im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. Drei von vier Befragten (75 Prozent) haben das noch nicht getan. Fünf Prozent antworteten mit „Weiß nicht“, zwei Prozent machten keine Angabe.
Bei Männern liegt der Anteil etwas höher als bei Frauen (19 Prozent gegenüber 17 Prozent), bei Westdeutschen etwas höher als bei Ostdeutschen (18 Prozent gegenüber 16 Prozent). Die Aufschlüsselung nach Altersgruppen zeigt große Unterschiede zwischen jüngeren und älteren Befragten (18- bis 29-Jährige: 40 Prozent; 30- bis 39-Jährige: 30 Prozent; 40- bis 49-Jährige: 20 Prozent; 50- bis 59-Jährige: elf Prozent; 60- bis 69-Jährige: sechs Prozent; über 70-Jährige: fünf Prozent).
Unter den Kirchenmitgliedern liegt der Wert bei den Freikirchlern am höchsten (53 Prozent), gefolgt von den Katholiken (20 Prozent) und den landeskirchlichen Protestanten (18 Prozent). Bei den Muslimen sind es 54 Prozent, bei den Konfessionslosen neun Prozent.
Unter den Anhängern der politischen Parteien haben die Sympathisanten der SPD am häufigsten von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht (24 Prozent), gefolgt von den Parteigängern der CDU/CSU (23 Prozent), der Linken (20 Prozent), der AfD (17 Prozent) und der Grünen (13 Prozent).
Für die Erhebung im Zeitraum vom 30. Oktober bis 2. November 2026 zu der Frage „Wie stehen Sie zu folgender Aussage? Ich habe schon einmal eine KI bei religiösen Themen zurate gezogen“ hat INSA 2.004 Bundesbürger online befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die volljährige Bevölkerung in Deutschland sowie nach Geschlecht, Alter und Region.