Gesellschaft
Kirchen gegen AfD: Jeder Zweite findet die klare Positionierung gut
Westdeutsche begrüßen sie häufiger als Ostdeutsche. Besonders groß ist die Unterstützung für den Kurs der Kirchen bei den ältesten Befragten. Das ergab eine Umfrage im Auftrag von IDEA.
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Jeder zweite Deutsche (50 Prozent) findet es gut, dass sich die Kirchen klar gegen die AfD positionieren. Das ergab eine Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA-Consulere (Erfurt) im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. Knapp jeder Dritte (31 Prozent) findet die klare Abgrenzung der Kirchen gegenüber der Partei dagegen nicht gut. 13 Prozent antworteten mit „Weiß nicht“, sechs Prozent machten keine Angabe.
In den westlichen Bundesländern begrüßt eine absolute Mehrheit von 52 Prozent den Kurs der Kirchen, in Ostdeutschland ist es eine relative Mehrheit von 44 Prozent. Frauen tun es etwas häufiger als Männer (52 Prozent gegenüber 49 Prozent). Bei den jüngsten und den ältesten Befragten ist die Unterstützung für die Positionierung der Kirchen am weitesten verbreitet (18- bis 29-Jährige: 50 Prozent; 30- bis 39-Jährige: 47 Prozent; 40- bis 49-Jährige: 47 Prozent; 50- bis 59-Jährige: 45 Prozent; 60- bis 69-Jährige: 48 Prozent; über 70-Jährige: 64 Prozent).
Unter den Mitgliedern der christlichen Konfessionen ist die Zustimmung bei den Katholiken mit 59 Prozent besonders groß, gefolgt von den landeskirchlichen Protestanten (53 Prozent) und den Freikirchlern (48 Prozent). Bei den Muslimen liegt sie bei 54 Prozent, bei den Konfessionslosen bei 47 Prozent.
Unter den Anhängern der politischen Parteien begrüßen die Wähler der Grünen mit 82 Prozent am häufigsten den Kurs der Kirchen, gefolgt von den Sympathisanten der SPD (79 Prozent), der Linken (78 Prozent) und der CDU/CSU (70 Prozent). Die Parteigänger der AfD lehnen den Kurs der Kirchen dagegen mit großer Mehrheit ab (73 Prozent).
Für die Erhebung im Zeitraum vom 11. bis 14. September 2026 zu der Frage: „Wie stehen Sie zur folgenden Aussage? Ich finde es gut, dass sich die Kirchen klar gegen die AfD positionieren.“ hat INSA 2.006 Bundesbürger online befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die volljährige Bevölkerung in Deutschland sowie nach Geschlecht, Alter und Region.