Politik, Berlin-Wahl 2026
Jeder Zweite hält das Erstarken der Linkspartei für gefährlich
Ist das Erstarken der Linken eine Gefahr für die Demokratie? Westdeutsche sind häufiger dieser Meinung als Ostdeutsche. Junge Menschen haben diese Befürchtung seltener als ältere. Das ergab eine Umfrage im Auftrag von IDEA.
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Jeder zweite Deutsche (50 Prozent) hält das Erstarken der Linkspartei für eine Gefahr für die Demokratie in Deutschland. Das ergab eine Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA-Consulere (Erfurt) im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA.
Knapp jeder Dritte (31 Prozent) ist nicht dieser Meinung. 17 Prozent antworteten mit „Weiß nicht“, drei Prozent machten keine Angabe. Westdeutsche halten die Linkspartei häufiger für gefährlich als Ostdeutsche (50 Prozent gegenüber 46 Prozent). Männer tun es etwas häufiger als Frauen (51 Prozent gegenüber 48 Prozent).
Die jüngsten Befragten teilen diese Einschätzung seltener als die Befragten in den anderen Altersgruppen (18- bis 29-Jährige: 43 Prozent; 30- bis 39-Jährige: 50 Prozent; 40- bis 49-Jährige: 51 Prozent; 50- bis 59-Jährige: 52 Prozent; 60- bis 69-Jährige: 49 Prozent; über 70-Jährige: 52 Prozent). Unter den Mitgliedern der christlichen Konfessionen tun es die Freikirchler am häufigsten (62 Prozent), gefolgt von den Katholiken (54 Prozent) und den landeskirchlichen Protestanten (50 Prozent). Bei den Muslimen sehen 48 Prozent das Erstarken der Linkspartei mit Sorge, bei den Konfessionslosen sind es 46 Prozent.
Unter den Anhängern der anderen politischen Parteien teilen die Parteigänger der AfD mit 72 Prozent am häufigsten diese Ansicht, gefolgt von den Sympathisanten der CDU/CSU (66 Prozent), der SPD (41 Prozent) und der Grünen (32 Prozent). Für die Erhebung im Zeitraum vom 25. bis 28. September 2026 zu der Frage: „Wie stehen Sie zur folgenden Aussage? Das Erstarken der Linkspartei ist eine Gefahr für die Demokratie in Deutschland“ hat INSA 2.001 Bundesbürger online befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die volljährige Bevölkerung in Deutschland sowie nach Geschlecht, Alter und Region.