Gesellschaft, Israel
Israels Bevölkerung wächst auf 10,3 Millionen Menschen
Die Bevölkerung wuchs vor allem durch Geburten. Die Migration hingegen erlebt gerade eine Negativentwicklung.
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Jerusalem (IDEA) – Israels Bevölkerung ist im vergangenen Jahr um rund 124.000 Menschen gewachsen und liegt vor dem jüdischen Neujahrsfest Rosch ha-Schana (11. bis 13 September) bei 10,305 Millionen Einwohnern. Das teilte das Zentrale Statistikamt (CBS) in seinem Jahresbericht am 9. September mit. Die jährliche Wachstumsrate seit dem vorigen Rosch ha-Schana (22. bis 24. September 2025) beträgt damit 1,2 Prozent.
Von den Einwohnern sind rund 7,828 Millionen (78,3 Prozent) Juden und Angehörige anderer Gruppen, etwa 2,173 Millionen (21,7 Prozent) sind Araber. Weitere 304.000 Einwohner sind ausländische Staatsangehörige. Israel ist zudem Heimat für nahezu die Hälfte der jüdischen Weltbevölkerung: Zum 1. Januar 2026 lebten laut CBS etwa 46 Prozent der 15,9 Millionen Juden weltweit in Israel.
Negative Migrationsbilanz
Im Berichtszeitraum wurden rund 182.000 Kinder geboren, und etwa 50.000 Menschen starben. Die Migrationsbilanz fiel mit rund 8.000 Personen negativ aus: Nach Israel kamen etwa 24.000 Neueinwanderer, rund 4.000 Menschen im Rahmen von Familienzusammenführungen sowie etwa 21.000 zurückkehrende Israelis; rund 57.000 Israelis wanderten hingegen aus.
Die Auswanderungsrate ist seit 2023 deutlich gestiegen. Lokale Medien berichten unter Verweis auf eine im August veröffentlichte Studie der Universität Tel Aviv, dass in den Jahren 2023 bis 2025 insgesamt fast 270.000 Israelis das Land verließen. Im Vergleichszeitraum 2013 bis 2015 waren es lediglich rund 83.000 Bürger.
Trotz der aktuell schwierigen Sicherheitslage bezeichnen sich laut CBS-Bericht dennoch 92,2 Prozent der der über 20-jährigen Israelis als zufrieden mit ihrem Leben – 92,6 Prozent der Juden und 90,6 Prozent der Araber. 70,2 Prozent sind mit ihrer wirtschaftlichen Situation zufrieden.
Religiöse Selbsteinordnung der Juden
Nach den Daten des CBS bezeichneten sich 39,6 Prozent der Juden ab 20 Jahren als nicht religiös oder säkular. 21,8 Prozent gaben an, „traditionell, aber nicht so religiös“ zu sein, 14,0 Prozent „traditionell-religiös“, 12,4 Prozent „religiös“ und 11,5 Prozent „ultraorthodox“ (Charedim).
Muslime und Christen werden in dieser Statistik nicht gesondert ausgewiesen. Nichtarabische Christen werden gemeinsam mit Angehörigen anderer Religionen sowie Personen ohne Religionszugehörigkeit unter der Kategorie „Andere“ geführt, arabische Christen werden statistisch der arabischen Bevölkerung zugerechnet. Eine Statistik der Christen veröffentlicht das CBS in der Regel zu Weihnachten. 2024 betrug ihr Anteil 1,9 Prozent der damaligen Gesamtbevölkerung.