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IDEA-Podcast: Was ist der Sinn des Lebens?
Was ist der Sinn des Lebens? Warum lässt Gott Leid zu – und braucht es die Hölle wirklich? Pastor Simon Laufer gibt im IDEA-Podcast „Zwischen Tür und Himmel“ Antworten auf die großen Fragen des Glaubens – und erklärt, warum Freiheit, Liebe und Gottes Heilsplan untrennbar zusammengehören.
Lesezeit: 3 min
Was ist der Sinn des Lebens? Mit dieser Frage beschäftigt sich die aktuelle Folge des IDEA-Podcasts „Zwischen Tür und Himmel“.
Laut Pastor Simon Laufer (Heeslingen/Niedersachsen) ist der Anfang der Bibel zur Beantwortung dieser Frage entscheidend. Dort werde Gott vorgestellt, der „in sich Beziehung“ sei und als Vater, Sohn und Heiliger Geist „in ewiger, in vollkommener Liebe“ lebe. Weil Liebe sich jedoch mitteilen wolle, so Laufer, habe Gott den Menschen als Gegenüber geschaffen. Das große Gemeinsame zwischen Gott und Mensch bestehe darin, dass der Mensch ebenfalls ein Beziehungswesen sei.
Freiheit als Voraussetzung echter Liebe
Echte Liebe lasse sich allerdings nicht erzwingen, sondern setze Freiheit voraus, erklärte Laufer. Deshalb habe Gott den Menschen mit einem freien Willen ausgestattet. Diese Freiheit berge jedoch das Risiko, dass Menschen sich gegen die Liebe entscheiden könnten. Genau dies sei bereits am Anfang der Weltgeschichte geschehen, als Adam und Eva „sein wollen wie Gott“, so Laufer. Mit dieser Trennung von Gott – theologisch „Sünde“ genannt – seien Schuld, Leid und Tod in die Welt gekommen.
Gott aber gebe die Menschen nicht auf, sondern habe in Jesus Christus einen Retter gesandt, der am Kreuz „die Trennung, die Schuld, das Leid“ auf sich genommen und den Weg zurück in die Gemeinschaft mit Gott geöffnet habe.
Hölle als Zustand der Trennung
Auf die Frage, wozu Gott die Hölle brauche, wenn sein Ziel die Liebe sei, antwortete Laufer: „Wer Gottes Liebe nicht will, der hat eben auch die Freiheit, sie abzulehnen, sie auch in Ewigkeit abzulehnen.“ Die Bibel beschreibe die Hölle nicht als „Folterkeller“ im Sinne mittelalterlicher Bilder, sondern als Zustand der Trennung von Gott. „Gott braucht die Hölle nicht, er will auch nicht, dass Menschen verloren gehen, aber er respektiert doch auch unsere Entscheidung“, so der Pastor.
Warum es so viel Leid in der Welt gebe, könne wohl erst im Himmel beantwortet werden. Ein Teil der Erklärung liege aber ebenfalls in der Freiheit des Menschen: Menschen könnten anderen bewusst Leid zufügen oder „dem Bösen Raum geben“. Trost könne die Zusage aus der Offenbarung geben, dass Gott einmal „alle Tränen von ihren Augen“ abwischen werde. Auch die Tatsache, dass Jesus selbst durch Leid und Tod hindurchgegangen sei, zeige: „Gott fühlt mit. Gott weiß auch, wie es ist, sozusagen in dieser Welt zu leben.“ Krisen und leidvolle Erfahrungen hätten Menschen zudem immer wieder erstmals oder erneut näher zu Gott geführt, betonte Laufer.
Zum Podcast „Zwischen Tür und Himmel“
Der etwa zehnminütige Podcast ist ein Angebot der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA (Wetzlar). Er ist auf ztuh.de sowie den gängigen Podcast-Apps (z. B. Spotify, Pocket Casts, Amazon Podcasts und Apple Podcasts) abzurufen.
Zuhörer können ihre Lebens- und Glaubensfragen an ztuh@idea.de schicken. Eine Auswahl der Fragen wird in den Folgen aufgegriffen und diskutiert.