Frei-/Kirchen
„GenZ betet“: Gebetsaktion gegen mögliche Ausschreitungen gestartet
24-Stunden-Stream aus dem Gebetshaus Augsburg läuft seit Mitternacht
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Die konfessionsübergreifende, bundesweite Gebetsaktion „GenZ betet“ ist am 31. Oktober um 0 Uhr angelaufen. Anlass sind die für denselben Tag angekündigten Demonstrationen der Initiative „Gen Z regelt“. Aus dem Gebetshaus Augsburg wird ein 24-stündiger Livestream übertragen. Höhepunkt ist dort ein zentrales gemeinsames Gebet um 14 Uhr – zum angekündigten Startzeitpunkt der Demonstrationen. Zusätzlich treffen sich Christen zu unterschiedlichen Zeiten in Kirchen und an anderen Orten in ganz Deutschland zum Gebet.
Auf der Internetseite der Aktion sind die Treffpunkte auf einer Karte verzeichnet. Die Initiatoren befürchten laut einer Mitteilung des Gebetshauses Augsburg, dass die Proteste – inspiriert von teils gewalttätigen Demonstrationen in europäischen Nachbarländern – „die berechtigten Anliegen junger Menschen für Gewalt, Zerstörung, Extremismus, Islamismus oder Antisemitismus“ instrumentalisieren könnten. Als Antwort rufen die Initiatoren zu „Gebet statt Gewalt, Hoffnung statt Hass“ sowie zu Respekt, Nächstenliebe und Dialog anstelle von Polarisierung auf.
Gebet für Politiker, Sicherheitskräfte und Demonstrierende
Auf der Internetseite der Aktion werden konkrete Gebetsanliegen genannt. So sind die Teilnehmer dazu aufgerufen, für Menschen zu beten, die „politische Verantwortung tragen“, sowie „für Weisheit, Mut und Entscheidungen, die dem Wohl unseres Landes dienen“. Gebeten werde zudem um „Frieden auf den Straßen“, für den „Schutz aller Beteiligten“ und dafür, dass „berechtigte Anliegen junger Menschen Gehör finden, anstatt für Gewalt und Zerstörung instrumentalisiert zu werden“. Eingeschlossen seien auch Sicherheitskräfte, Familien, Kinder und ältere Menschen.
Man wünsche sich einen 31. Oktober, an dem nicht Hass und Polarisierung das letzte Wort hätten, sondern „Hoffnung, Respekt und die versöhnende Kraft des Evangeliums sichtbar werden“. Dazu heißt es weiter: „Unsere Aktion heißt Gebet. Unsere Antwort ist Liebe. Unsere Hoffnung ist Jesus Christus.“
Zum Trägerkreis gehören unter anderem das Gebetshaus Augsburg, das Missionswerk Campus für Christus, die freikirchliche Gemeindebewegung ICF und der Jugendkongress „Christival 28“.
Zu den Initiatoren zählen unter anderen das Rapper-Duo O’Bros, die katholische Theologin, Influencerin und TV-Redakteurin Tini Brüning und der Pastor der Frankfurter Freikirche „Vive Church“, Henok Worku.
Unterstützt wird das Vorhaben von Leitern unterschiedlicher christlicher Werke, der Evangelischen Allianz in Deutschland (EAD/Bad Blankenburg), evangelischen und katholischen Bischöfen sowie Medien wie Bibel TV.