Drei orthodoxe Christen in Eritrea seit fast zehn Jahren inhaftiert
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Frankfurt am Main/Wetzlar (idea) – Als „Gefangene des Monats März“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea drei Christen im nordostafrikanischen Eritrea benannt und zu ihrer Unterstützung aufgerufen. Es handelt sich um Mitglieder einer staatlich unterdrückten Erneuerungsbewegung innerhalb der eritreisch-orthodoxen Kirche. Die Ärzte Fitsum Ghebrenigus und Tekleab Mengisteab sowie der Theologe Gebre-Medhin Gebre-Giorgis wurden am 19. November 2004 inhaftiert. Exil-Eritreer bestätigten jetzt der IGFM, dass sie nach wie vor aus Glaubensgründen inhaftiert sind. Ihr Aufenthaltsort ist nicht bekannt. Alle drei sind ohne formelle Anklage eingesperrt und haben keinen Kontakt zu ihren Angehörigen. Als der eritreisch-orthodoxe Patriarch Abuna Antonius gegen die Verhaftung protestierte, wurde er 2005 abgesetzt. Er befindet sich seit 2006 unter Hausarrest. Das US-Außenministerium geht davon aus, dass in Eritrea derzeit rund 1.500 Christen inhaftiert sind – meist Evangelikale. Dort besteht seit 1993 eine neomarxistische Diktatur unter Präsident Isayas Afewerki. Die IGFM und idea rufen dazu auf, in Briefen an Afewerki die Freilassung der orthodoxen Christen zu fordern. Eritrea hat den Pakt über bürgerliche und politische Rechte ratifiziert, der Religionsfreiheit garantiert. Von den rund fünf Millionen Einwohnern sind 50 Prozent Muslime und 47 Prozent Christen. 1,9 Prozent sind Nicht-Religiöse und der Rest Anhänger von Naturreligionen.