Frei-/Kirchen

Bundesweite Studie untersucht Polarisierung in den Kirchen

Wie gespalten erleben Katholiken und Protestanten ihre eigenen Kirchen? Dieser Frage geht eine bundesweite Befragung des Vereins futur2 nach. Eine Teilnahme ist noch bis zum 31. Juli möglich.

Lesezeit: 2 min

Die Befragung will untersuchen, wie Polarisierung in der Kirche wahrgenommen wird.
Die Befragung will untersuchen, wie Polarisierung in der Kirche wahrgenommen wird. Symbolfoto: iStock/Keith Lance

Wie tief sind die Gräben in der katholischen und evangelischen Kirche in Deutschland? Dieser Frage geht eine bundesweite Befragung des Vereins futur2 (Wiesbaden) nach. Nach Angaben des Vereins werden damit erstmals systematisch Daten darüber erhoben, wie innerkirchliche Polarisierung wahrgenommen und beschrieben wird. 

Teilnehmen können alle Mitglieder der katholischen Kirche sowie der evangelischen Landeskirchen. Die anonyme Online-Befragung läuft noch bis zum 31. Juli und dauert nach Angaben des Vereins etwa 15 bis 20 Minuten.

Konfliktlinien vom Synodalen Weg bis zum Umgang mit Rechtspopulismus

Zu den Themen, über die in den deutschen Kirchen seit Jahren gestritten werde, zählten der Synodale Weg, die Friedensethik, das Frauenpriestertum, das Heilsverständnis sowie der kirchliche Umgang mit Rechtspopulismus, heißt es in der Mitteilung. Verantwortlich für die Befragung sind Ursula Hahmann und Valentin Dessoy. 

Laut Dessoy werden gemeinsame Verständigungsräume kleiner. Man wolle unter anderem wissen, welche Themen als besonders konfliktgeladen gelten, wie stark innerkirchliche Spannungen erlebt werden und wie groß die emotionale Distanz zwischen Menschen mit unterschiedlichen Positionen sei. Entscheidend für die Aussagekraft sei die Beteiligung aus allen kirchlichen Strömungen, so der Verein. Hahmann zufolge können Online-Befragungen keine Bevölkerungs-Repräsentativität herstellen: „Sie können aber belastbar zeigen, wie Polarisierung in der Kirche wahrgenommen und beschrieben wird, wenn die Beteiligung hinreichend vielfältig ist.“ 

Die Ergebnisse sollen in den diesjährigen Strategiekongress (2.–3. Dezember) in Bergisch Gladbach einfließen. Futur2 richtet nach eigenen Angaben seit 2008 die Kongressreihe aus und gibt eine gleichnamige ökumenische Online-Zeitschrift heraus. Der Strategiekongress richtet sich insbesondere an Fach- und Führungskräfte in den Kirchen und kirchennahen Organisationen. Mitveranstalter sind unter anderem die Thomas-Morus-Akademie Bensberg und die Evangelische Arbeitsstelle für missionarische Kirchenentwicklung und diakonische Profilbildung (midi, Berlin). 

Weitere Informationen zur Studie sind unter pik-studie.de abrufbar.

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