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Aus einer Vergewaltigung entstanden: Delia Walter ringt um ihren Glauben

Wie die junge Frau aus der inneren Dunkelheit herausfand – und Gott als liebenden Vater neu entdeckte.

Lesezeit: 2 min

Delia Walter ist zu Gast in der IDEA-Videoserie KÖNIGSKINDER.
Delia Walter ist zu Gast in der IDEA-Videoserie KÖNIGSKINDER. Foto: Creedo

Über Gewalt in der Kindheit, Stimmen im Kopf und einen Suizidversuch berichtet Delia Walter (München) in der neuen Folge der IDEA-Videoserie KÖNIGSKINDER. Walter wuchs in einer christlichen Familie auf und erlebte als Kind Gewalt durch ihren vermeintlichen Vater. Lange habe sie das für normal gehalten. Weil sie ihren Vater mit Gott verband, prägten diese Erfahrungen auch ihr Gottesbild: „Mutter ist die Liebe und der Vater ist der, der durchgreifen muss.“ In ihrer Mutter fand sie Liebe und Annahme. 

Als sie etwa sechs Jahre alt war, trennten sich ihre Eltern. Wenige Jahre später erfuhr Walter von ihrer Mutter, dass ihr vermeintlicher Vater nicht ihr leiblicher Vater ist. Mit 13 Jahren sagte ihr die Mutter dann die ganze Wahrheit: Walter war bei einer Vergewaltigung entstanden. Sie sah den Schmerz in den Augen ihrer Mutter und stellte zunächst keine weiteren Fragen. Die Mutter machte ihrer Tochter klar: „Delia, du bist mein persönliches Wunder.“ 

Mit knapp 14 Jahren ließ sich Walter taufen. Kurz darauf erkrankte sie schwer und vertrug zeitweise nur noch wenige Lebensmittel. Ihr Glaube geriet ins Wanken: „Ist Gott wirklich ein liebender Vater, oder ist das hier gerade eine Strafe?“

Lesen Sie hier ein Porträt über Delia Walter: Aus Asche wird Schönheit

Delias Mutter, Nelli Georg-Walter, wird beim kommenden „Marsch für das Leben“ am 19. September in Köln sprechen.

Stimmen im Kopf

Schließlich begann Walter, Stimmen in ihrem Kopf zu hören. Diese sagten ihr, sie sei nicht geliebt und ihr Leben sei nichts wert. Eines Tages forderten sie Walter auf, sich das Leben zu nehmen. Sie nahm Medikamente und wachte am nächsten Morgen auf der Intensivstation auf. 

Nach dem Suizidversuch erzählte Walter ihrer Mutter erstmals von den Stimmen. Gemeinsam mit Verantwortlichen aus ihrer Gemeinde betete sie darum, dass die Stimmen aufhören. Sie verschwanden daraufhin. „Mein Kopf war einfach leer“, erinnert sich Walter. Zum ersten Mal seit langem habe sie wieder die Bibel lesen können. 

Auch Vergebung wurde für Walter wichtig. Sie habe lernen müssen, ihrem leiblichen Vater und dem Mann zu vergeben, der sie als Kind geschlagen hatte. Dadurch habe sich auch ihr Bild von Gott verändert. 

Die Folge erscheint am 9. September um 20 Uhr auf YouTube und auf koenigskinder.net. KÖNIGSKINDER ist ein Projekt der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA (Wetzlar).

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