Aufruf: Für Freilassung eines Pastors in Nordkorea einsetzen

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Der in Nordkorea inhaftierte Pastor Hyeon Soo Lim. Foto: picture-alliance/AP Photo
Der in Nordkorea inhaftierte Pastor Hyeon Soo Lim. Foto: picture-alliance/AP Photo

Frankfurt am Main/Wetzlar (idea) – Zum „Gefangenen des Monats April“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea den in Nordkorea inhaftierten Christen Hyeon Soo Lim benannt. Sie rufen dazu auf, für den 60-Jährigen einzutreten und für ihn zu beten. Der Pastor einer evangelischen koreanischen Gemeinde in Toronto (Kanada) war am 16. Dezember 2015 zu lebenslanger Zwangsarbeit verurteilt worden. Er soll bei einer vom Staat inszenierten Pressekonferenz angeblich „seine sämtlichen Verbrechen“ gestanden haben, etwa dass er zusammen mit südkoreanischen und US-Behörden versuchte, Nordkoreaner aus ihrem Land zu entführen. Lim war in der Vergangenheit mehr als 100-mal nach Nordkorea gereist, um den von einer Hungersnot geplagten Menschen humanitäre Hilfe zu leisten. Das kommunistische Regime von Staatsführer Kim Jong-un hat in der Vergangenheit mehrfach Christen bei Pressekonferenzen vorgeführt, wo sie Geständnisse ablegten, die nach Einschätzung von Menschenrechtlern erzwungen wurden. Nordkorea gilt als das Land mit der schärfsten Christenverfolgung. Der Diktator Kim Jong-un lässt sich als gottähnlichen Führer verehren. Christen gelten als Staatsfeinde, weil sie Gott anbeten und nicht die Herrscher-Dynastie. Menschenrechtlern zufolge befinden sich Tausende Christen in Straflagern. Die IGFM und idea rufen dazu auf, in Briefen an den nordkoreanischen Staatsführer Kim Jong-un die umgehende Freilassung des Pastors zu fordern. Ihm sei es nur darum gegangen, Notleidenden zu helfen. Nordkorea hat den „Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte“ ratifiziert, der unter anderem Religionsfreiheit garantiert.

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