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Wolfgang Baake überraschend gestorben

09.12.2025

Der frühere Beauftragte der Deutschen Evangelischen Allianz am Sitz des Bundestages und der Bundesregierung, Wolfgang Baake. Foto: FTH
Der frühere Beauftragte der Deutschen Evangelischen Allianz am Sitz des Bundestages und der Bundesregierung, Wolfgang Baake. Foto: FTH

Der frühere Beauftragte der Deutschen Evangelischen Allianz am Sitz des Bundestages und der Bundesregierung, Wolfgang Baake (Wetzlar), ist am 8. Dezember überraschend gestorben. Das teilte seine Familie der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA mit.

Er hatte noch am 6. Dezember seinen 75. Geburtstag bei einem Festakt zusammen mit seiner Familie in den Räumen der Freien Theologischen Hochschule (FTH) in Gießen gefeiert.

Von 1999 bis 2016 vertrat Baake die Interessen der evangelikalen Bewegung in Berlin. Er bekleidete das Amt zunächst nebenamtlich, ab 2014 hauptamtlich. Die linksalternative „tageszeitung“ bezeichnete ihn deshalb einmal als „so etwas wie den Cheflobbyisten der deutschen Evangelikalen“.

Im Hauptamt war Baake von 1982 bis 2013 Geschäftsführer des 1975 gegründeten Christlichen Medienverbundes KEP (Konferenz Evangelikaler Publizisten) in Wetzlar. Dort vertrat er die medienpolitischen Interessen der evangelikalen Bewegung unter dem Motto „Mehr Evangelium in den Medien“.

Ferner stand er ab 1987 bis zu seinem Ruhestand auch an der Spitze der Christlichen Medienakademie (CMA). Seit 2019 firmiert die KEP unter dem Namen „Christliche Medieninitiative pro“. Ihr heutiger Geschäftsführer, Christoph Irion, würdigte Baake als „Pionier der christlichen Medienarbeit in Deutschland und leidenschaftlichen Kämpfer“. Er habe sich wesentlich darum verdient gemacht, „dass junge Christen den beruflichen Weg in die Medien gefunden haben und gegangen sind“.

Viele Jahre setzte sich Baake zudem besonders für verfolgte Christen ein.

Im Ruhestand war er unter anderem für die Spendenbetreuung an der FTH Gießen tätig.

Baake arbeitete zunächst zehn Jahre als Industriekaufmann bei Volkswagen. Von 1976 bis 1980 studierte er am Theologischen Seminar Tabor (Marburg). Anschließend war er zwei Jahre Gemeinschaftspastor in Berlin.

Er hinterlässt seine Frau Renate, vier Kinder und zehn Enkelkinder.

Lesen Sie auch den Nachruf von Prof. Stephan Holthaus. Er ist Rektor der Freien Theologischen Hochschule (FTH) Gießen

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