Gesellschaft

WM-Auftakt: Nationalspieler Nmecha betet mit gegnerischen Spielern

Der Mittelfeldspieler Felix Nmecha und Verteidiger Jonathan Tah bildeten mit mehreren Curacao-Profis einen Kreis und beteten. Im anschließenden ARD-Interview erklärte Nmecha: „Wir sind im Spiel Gegner, nach dem Spiel sind wir alle Christen und Brüder.“

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Felix Nmecha und Jonathan Tah beim Gebet mit Spielern aus Curaçao. Foto: picture alliance / Pressefoto Ulmer
Felix Nmecha und Jonathan Tah beim Gebet mit Spielern aus Curaçao. Foto: picture alliance / Pressefoto Ulmer

Nach dem 7:1-Sieg der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen Curaçao haben sich Spieler beider Teams am Mittelkreis zum gemeinsamen Gebet versammelt. Die Szene ereignete sich am 14. Juni nach dem WM-Auftaktspiel im US-amerikanischen Houston (Bundesstaat Texas). Der Dortmunder Mittelfeldspieler Felix Nmecha und der Verteidiger beim FC Bayern München, Jonathan Tah, bildeten mit mehreren Profis der gegnerischen Mannschaft einen Kreis, legten die Arme umeinander und senkten die Köpfe.

Im anschließenden ARD-Interview erklärte Nmecha: „Wir sind im Spiel Gegner, nach dem Spiel sind wir alle Christen und Brüder.“ Man habe gemeinsam gebetet, weil alle dankbar seien. „Vom Ergebnis her ist es natürlich schön für uns, aber auch im Ganzen glauben wir alle, dass Jesus durch das Spiel verherrlicht wird.“ Fußball-Experte und Ex-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger kommentierte aus dem Hintergrund die Aussage im TV mit einem „Amen“.

Torjubel mit klarer Botschaft

Bereits in der sechsten Minute hatte Nmecha das 1:0 erzielt. Nach seinem Treffer kniete er sich auf den Rasen, zeigte mit der rechten Hand zum Himmel und setzte eine imaginäre Krone ab. Die Geste soll ausdrücken, dass Jesus über allem herrscht. Kurz vor der Halbzeit holte Nmecha zudem einen Elfmeter heraus. Auf Instagram veröffentlichte er nach dem Spiel ein Foto seines Torjubels mit den Worten „Danke, Jesus.“

Bekenntnis trotz Kontroversen

Nmecha ist Sohn einer deutschen Mutter und eines nigerianischen Vaters. Seit Jahren bekennt er sich öffentlich zu seinem christlichen Glauben. „Fußball ist meine Leidenschaft, Jesus ist mein Fundament“, erklärte er. Nach seinem Wechsel 2023 zu Borussia Dortmund waren ihm im Zusammenhang mit Beiträgen in sozialen Medien Homophobie und Transfeindlichkeit vorgeworfen worden. Nmecha hat diese Vorwürfe stets zurückgewiesen.

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