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Westfälische Kirche kündigt harten Sparkurs an

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Arne Kupke, Juristischer Vizepräsident der EKvW, während seiner Haushaltsrede. Foto: EKvW
Arne Kupke, Juristischer Vizepräsident der EKvW, während seiner Haushaltsrede. Foto: EKvW

Bielefeld (IDEA) – Der Juristische Vizepräsident der Evangelischen Kirche von Westfalen, Arne Kupke (Bielefeld), hat einen harten Sparkurs angekündigt. In seiner Haushaltsrede vor der digital tagenden Landessynode sagte er am 18. November, der Landeskirche stehe „eine harte finanzpolitische Zeit bevor“.

Die Synodalen dürften sich nicht von den einfachen Zahlen blenden lassen. Für 2023 rechne die Kirchenleitung mit Kirchensteuereinnahmen in Höhe von 520 Millionen Euro (2022: 510 Millionen Euro). Der Zuwachs um 10 Millionen Euro helfe angesichts der dramatischen Inflation aber wenig. Er reiche bei weitem nicht aus, um die zu erwartende Steigerung der Sach- und Personalkosten um acht bis zehn Prozent auszugleichen. Deswegen werde die Kirchenleitung bald „rigide Maßnahmen“ vornehmen müssen.

Trotz des Sparzwangs wolle sie aber „kirchenpolitisch wichtige Akzente“ setzen. So sollen die Mehreinnahmen der Kirche aus der im Mai ausgezahlten Energiepreispauschale in Höhe von 5,4 Millionen Euro direkt in diakonische Projekte fließen. Außerdem sollten auch weiterhin zukunftsweisende Projekte im Raum der Landeskirche durch den Innovationsfond gefördert werden.

Von den erwarteten Kirchensteuereinnahmen fließen 11,6 Millionen Euro zur Unterstützung finanzschwächerer Landeskirchen in den Finanzausgleich der EKD. Rund 508 Millionen Euro gehen an die Kirchenkreise und Gemeinden. Darin enthalten ist auch die Pfarrbesoldung mit knapp 204,9 Millionen Euro. Für die Aufgaben der Landeskirche sind rund 45,8 Millionen Euro eingeplant, etwa für die Verwaltung. Weitere 56,7 Millionen Euro sind für gesamtkirchliche Aufgaben wie Weltmission, Ökumene und die Arbeit der EKD vorgesehen.

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