Frei-/Kirchen
Vier von fünf sagen: Kirchen sind selbst für Austritte verantwortlich
08.04.2026

Vier von fünf Deutschen (79 Prozent) sind der Ansicht, dass die Kirchen selbst dafür verantwortlich sind, dass so viele Menschen austreten. Das ergab eine Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA-Consulere (Erfurt) im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. Zehn Prozent sind nicht dieser Meinung. Weitere zehn Prozent antworteten mit „Weiß nicht“, zwei Prozent machten keine Angabe.
Männer teilen diese Einschätzung öfter als Frauen (81 Prozent gegenüber 76 Prozent). Westdeutsche tun es häufiger als Ostdeutsche (80 Prozent gegenüber 73 Prozent). Ältere Menschen stimmen der These häufiger zu als jüngere (18- bis 29-Jährige: 61 Prozent; 30- bis 39-Jährige: 75 Prozent; 40- bis 49-Jährige: 76 Prozent; 50- bis 59-Jährige: 78 Prozent; 60- bis 69-Jährige: 90 Prozent; über 70-Jährige: 88 Prozent).
Auch unter den Kirchenmitgliedern sieht jeweils eine deutliche Mehrheit die Verantwortung für die Austritte bei den Kirchen selbst (Katholiken: 79 Prozent; landeskirchliche Protestanten: 78 Prozent; Freikirchler: 62 Prozent). Bei den Muslimen sind 56 Prozent dieser Ansicht, bei den Konfessionslosen 87 Prozent.
Unter den Anhängern der politischen Parteien teilen die Sympathisanten der Grünen mit 86 Prozent am häufigsten diese Einschätzung, gefolgt von den Parteigängern der AfD (83 Prozent), der CDU/CSU (80 Prozent), der Linken (77 Prozent) und der SPD (76 Prozent).
Für die Erhebung im Zeitraum vom 2. bis 7. April 2026 zu der Frage: „Wie stehen Sie zu folgender Aussage? Die Kirchen sind selbst dafür verantwortlich, dass so viele Menschen austreten.“ hat INSA 2.002 Bundesbürger online befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die volljährige Bevölkerung in Deutschland sowie nach Geschlecht, Alter und Region.

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