Politik
Vier von fünf sagen: Der Staat tut zu wenig gegen Altersarmut
29.04.2026

Vier von fünf Deutschen (82 Prozent) sind der Meinung, dass der Staat zu wenig tut, um Altersarmut In Deutschland zu verhindern. Das ergab eine Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA-Consulere (Erfurt) im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. Zehn Prozent sind nicht dieser Meinung. Sieben Prozent antworteten mit „Weiß nicht“, ein Prozent machte keine Angabe.
Frauen stimmen der These etwas häufiger zu als Männer (84 Prozent gegenüber 81 Prozent). Westdeutsche stimmten dem etwas öfter als Ostdeutsche (83 Prozent gegenüber 81 Prozent) zu.
Ältere Menschen bemängeln den fehlenden staatlichen Einsatz häufiger als jüngere (18- bis 29-Jährige: 70 Prozent; 30- bis 39-Jährige: 82 Prozent; 40- bis 49-Jährige: 83 Prozent; 50- bis 59-Jährige: 87 Prozent; 60- bis 69-Jährige: 87 Prozent; über 70-Jährige: 84 Prozent).
Unter den Mitgliedern der christlichen Konfessionen ist die Kritik am fehlenden Engagement des Staates gegen Altersarmut bei den landeskirchlichen Protestanten am weitesten verbreitet (86 Prozent), gefolgt von Katholiken (83 Prozent) und Freikirchlern (72 Prozent). Bei den Muslimen teilen sie 73 Prozent, bei den Konfessionslosen 87 Prozent.
Unter den Anhängern der politischen Parteien vertreten die Sympathisanten der AfD am häufigsten diese Ansicht (92 Prozent), gefolgt von den Parteigängern der Linken (86 Prozent), der SPD (85 Prozent) sowie der CDU/CSU und der Grünen (jeweils 79 Prozent).
Für die Erhebung im Zeitraum vom 24. bis 27. April 2026 zu der Frage: „Wie stehen Sie zu folgender Aussage? Der Staat tut zu wenig, um Altersarmut in Deutschland zu verhindern.“ hat INSA 2.010 Bundesbürger online befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die volljährige Bevölkerung in Deutschland sowie nach Geschlecht, Alter und Region.

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