Politik

Türkei: Behörden verweigern Einreise des Friedenstrecks

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Die gelbe Kutsche mit den weißen Pferden lenkt streckenweise Donatha Castell. Foto: friedenstreck.de
Die gelbe Kutsche mit den weißen Pferden lenkt streckenweise Donatha Castell. Foto: friedenstreck.de

Der am 8. Mai in Berlin gestartete Friedensglocken-Pferdetreck hat keine Genehmigung zur Durchquerung der Türkei erhalten. Der Treck sei deshalb nach 13 Tagen im Zollbereich des Grenzübergangs Kapikule wieder nach Bulgarien zurückgekehrt, teilte die Teilnehmerin Donatha Castell der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA mit. Nach ihren Angaben gehören zum Treck derzeit 16 Teilnehmer, neun Pferde, sowie ein Glockenwagen und eine Kutsche. Die Glocke wurde 2020 mit Kriegsschrott gegossen und trägt die Aufschrift „Jaget dem Frieden nach mit jedermann“.

Der Treck wollte ursprünglich die Türkei durchqueren und dann durch Syrien ziehen, um im Dezember in Jerusalem anzukommen. Er hat bisher rund 2.800 Kilometer zurückgelegt. Wie Castell weiter sagte, haben die türkischen Behörden der Gruppe zu verstehen gegeben, dass sie in der Türkei nicht willkommen sei. Die Entscheidung sei auf höherer Ebene gefallen. Eine Begründung gebe es nicht.

Die örtlichen Grenzbeamten hätten dem Treck den Aufenthalt so erträglich wie möglich gemacht. Die Teilnehmer wollen laut Castell jetzt darüber beraten, wie es weitergehen soll. Die Stimmung sei gedrückt.

Der Organisator des Trecks, Pfarrer Helmut Kautz (Marienfließ/Bundesland Brandenburg), will laut Castell am 15. September zu der Gruppe stoßen. Auf der bisherigen Tour hätten die Teilnehmer viel Zuspruch und Unterstützung aus der Bevölkerung erhalten. Der Treck führte bisher durch den Osten Deutschlands, Tschechien, Österreich, die Slowakei, Ungarn, Rumänien und Bulgarien.

Schirmherren sind der brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und Generalsuperintendent Kristóf Balint von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO).

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