Gesellschaft
Terrorgefahr: Jeder Zehnte verzichtet auf Weihnachtsmärkte
03.12.2025

Jeder zehnte Deutsche (zehn Prozent) wird in diesem Jahr aus Angst vor einem Terroranschlag auf einen Weihnachtsmarktbesuch verzichten. Das ergab eine Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA-Consulere (Erfurt) im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. Die absolute Mehrheit der Befragten (55 Prozent) plant dagegen einen Weihnachtmarktbesuch.
Etwas mehr als jeder Zehnte (zwölf Prozent) verzichtet aus anderen Gründen als der Terrorgefahr darauf, weitere zwölf Prozent gehen grundsätzlich nicht auf Weihnachtsmärkte. Mit „Weiß nicht“ antworteten zehn Prozent, „keine Angabe“ machte ein Prozent. Frauen nennen die Angst vor Anschlägen häufiger als Verzichtsgrund als Männer (zwölf Prozent gegenüber acht Prozent). Ostdeutsche tun es häufiger als Westdeutsche (13 Prozent gegenüber neun Prozent).
Jüngere Befragte gehen häufiger auf den Weihnachtsmarkt
Jüngere Menschen planen deutlich häufiger als ältere einen Weihnachtsmarktbesuch (18- bis 29-Jährige: 67 Prozent; 30- bis 39-Jährige: 71 Prozent; 40- bis 49-Jährige: 64 Prozent; 50- bis 59-Jährige: 52 Prozent; 60- bis 69-Jährige: 42 Prozent; über 70-Jährige: 40 Prozent).
Für die Entscheidung der älteren Befragten ist jedoch seltener die Terrorangst ausschlaggebend (18- bis 29-Jährige: zwölf Prozent; 30- bis 39-Jährige: elf Prozent; 40- bis 49-Jährige: zehn Prozent; 50- bis 59-Jährige: zehn Prozent; 60- bis 69-Jährige: neun Prozent; über 70-Jährige: acht Prozent). Vielmehr sind es andere Gründe (18- bis 29-Jährige: sieben Prozent; 30- bis 39-Jährige: sechs Prozent; 40- bis 49-Jährige: acht Prozent; 50- bis 59-Jährige: 14 Prozent; 60- bis 69-Jährige: 16 Prozent; über 70-Jährige: 17 Prozent) und der Entschluss, grundsätzlich keine Weihnachtsmärkte zu besuchen (18- bis 29-Jährige: sechs Prozent; 30- bis 39-Jährige: fünf Prozent; 40- bis 49-Jährige: sieben Prozent; 50- bis 59-Jährige: 13 Prozent; 60- bis 69-Jährige: 20 Prozent; über 70-Jährige: 19 Prozent).
AfD-Wähler verzichten am häufigsten wegen Terrorgefahr
Freikirchler nennen die Anschlagsgefahr mit zwölf Prozent häufiger als Verzichtsgrund als landeskirchliche Protestanten (elf Prozent) und Katholiken (acht Prozent). Bei den Muslimen tun es zwölf Prozent und bei den Konfessionslosen zehn Prozent.
Unter den Anhängern der politischen Parteien tun es die Sympathisanten der AfD mit 16 Prozent am häufigsten, gefolgt von den Parteigängern der CDU/CSU (neun Prozent), der Grünen (acht Prozent), der Linken (fünf Prozent) und der SPD (vier Prozent).

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