Glaube

Tattoos und Piercings: Wie Christen mit ihrer Freiheit umgehen sollten

Lesezeit: 2 min

Ein Tattoo kann auch ein sichtbares Glaubenszeugnis sein. Symbolfoto: iStock/Pierre Aden
Ein Tattoo kann auch ein sichtbares Glaubenszeugnis sein. Symbolfoto: iStock/Pierre Aden

Christen dürfen sich piercen oder Tattoos stechen lassen. Gleichzeitig sollten sie verantwortungsvoll damit umgehen. Das rät Pastor Simon Laufer (Heeslingen/Niedersachsen) in der aktuellen Folge des IDEA-Podcasts „Zwischen Tür und Himmel“.

Er verweist auf die „Freiheit in Christus“, die der Apostel Paulus etwa in Galater 5,1 betont, und auf die Aussage aus dem 1. Korintherbrief, wonach „alles erlaubt“ sei, „aber nicht alles zum Guten“ diene.

Ausgangspunkt war die Hörerfrage zu 3. Mose 19,28, ob Christen Tattoos und Piercings tragen dürfen. Der Bibelvers „Ihr sollt um eines Toten willen an eurem Leibe keine Einschnitte machen, noch euch Zeichen einritzen“ sei im Kontext des alttestamentlichen Kultgesetzes zu verstehen, so Laufer. Das Gebot habe der Abgrenzung des Volkes Israel von heidnischen Bräuchen gedient. Für Christen im Neuen Bund gelte es nicht mehr.

Laufer zufolge ist es entscheidend, mit welcher Haltung und welchem Motiv sich ein Christ tätowieren oder piercen lässt: „Welche Botschaft möchte man damit vermitteln?“ Grenzen sieht er dort, wo Symbole oder Inhalte dem christlichen Glauben widersprechen.

Ein Bibelvers oder ein ermutigendes Wort könne hingegen ein sichtbares Glaubenszeugnis sein. Laufer erinnert daran, dass der Körper in der Bibel als Tempel des Heiligen Geistes bezeichnet wird. Der Leib sei von Gott geschenkt und solle „dazu dienen, Gott zu bezeugen oder dem Ausdruck geben, was uns wichtig ist“.

Weiter ruft der Pastor zur Rücksichtnahme auf. In manchen christlichen Gemeinden oder Kulturen könne ein Tattoo Anstoß erregen. Christen sollten nicht absichtlich provozieren. „Das ist dann der Aspekt christlicher Nächstenliebe“, so Laufer.

Zwischen Tür und Himmel

Die neue Folge hier anhören.

Zum Podcast „Zwischen Tür und Himmel“

Der etwa zehnminütige Podcast ist ein Angebot der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA (Wetzlar). Er erscheint 14-tägig auf ztuh.de sowie den gängigen Podcast-Apps (z. B. Spotify, Pocket CastsAmazon Podcasts und Apple Podcasts). 

Zuhörer können ihre Lebens- und Glaubensfragen an ztuh(AT)idea.de schicken. Eine Auswahl der Fragen wird in den Folgen aufgegriffen und diskutiert.

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