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Menschenrechte

Stephanuspreis für iranische Bürgerrechtlerin Mohammadi

27.02.2023

Fatemeh Mary Mohammadi setzt sich für verfolgte Christen ein. Foto: https://articleeighteen.com/
Fatemeh Mary Mohammadi setzt sich für verfolgte Christen ein. Foto: https://articleeighteen.com/

Frankfurt am Main (IDEA) – Die iranische Bürgerrechtlerin Fatemeh Mary Mohammadi erhält den diesjährigen Stephanuspreis der Stephanus-Stiftung für verfolgte Christen. Mit herausragendem Mut und besonderer Klugheit sei es ihr gelungen, über Soziale Medien auf ihr eigenes Schicksal sowie das anderer verfolgter Christen im Iran aufmerksam zu machen, begründet die Stiftung die Ehrung.

Die US-Regierung habe sich 2020 öffentlich für sie eingesetzt. Mohammadi hatte nach dem Abschuss eines Flugzeugs der Ukraine International Airlines am 8. Januar 2020 durch iranische Flugabwehrraketen wie Tausende andere gegen das Mullah-Regime demonstriert. Sicherheitskräfte hätten sie in Teheran festgenommen, misshandelt, sexuell erniedrigt und eingesperrt.

Erstmals war sie als 19-Jährige nach ihrem Übertritt vom Islam zum Christentum bei einem Hauskirchentreffen festgenommen worden. Von November 2017 bis Mai 2018 befand sie sich in Haft im berüchtigten Evin-Gefängnis. Am 27. Februar 2020 kam sie gegen Zahlung einer Kaution frei, ihr drohte aber wegen „Störung der öffentlichen Ordnung“ eine langjährige Haftstrafe. Am 21. Februar 2022 gelang ihr die Ausreise in die USA.

Die Ehrung Mohammadis soll am 22. April in Bonn erfolgen.

Der Stephanuspreis wie auch die Stiftung sind nach dem Diakon der christlichen Urgemeinde, Stephanus, benannt, der als erster Märtyrer wegen seines Bekenntnisses zu Jesus Christus gesteinigt wurde. Die Auszeichnung wird seit 2006 jährlich verliehen. Die in Frankfurt am Main ansässige Stiftung hilft diskriminierten sowie verfolgten Christen mit Zuschüssen für ihre Verteidigung oder Ausbildung und macht auf Verletzungen der Religionsfreiheit aufmerksam. Vorstandsvorsitzende ist die Referentin für Religionsfreiheit der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), Michaela Koller.

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