Frei-/Kirchen

Sächsischer Pfarrer: Kirche muss fromme Bedürfnisse ernst nehmen

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Der evangelische Pfarrer Justus Geilhufe. Foto: Privat
Der evangelische Pfarrer Justus Geilhufe. Foto: Privat

Berlin/Freiberg (IDEA) – Die evangelische Kirche muss die frommen Bedürfnisse der Menschen an ihrer Basis ernst nehmen. Davon ist der evangelische Pfarrer Justus Geilhufe (Freiberg/Sachsen) überzeugt. Wie er in einem Beitrag für „Die Welt“ schreibt, erwarten die Mitglieder in den Gemeinden von ihrer Kirche keine Stellungnahmen zu gesellschaftlichen Fragen, sondern die Vermittlung der Hoffnung auf Gott. Diese Hoffnung könne Menschen in den Grenzsituationen des Lebens tragen und mache sie zu mündigen Bürgern der Gesellschaft.

„Auch wenn viele, vor allem viele von denen, die derzeit regieren, es anders sehen: Die freie, aufgeklärte Bürgergesellschaft ist ohne Gott nicht vorstellbar“, so Geilhufe. Ohne den Glauben an ihn erhalte der einzelne Mensch seine Würde „nur noch durch die Erfüllung obskurer innerweltlicher Kriterien“. Das zeigten die Erfahrungen aus der atheistischen DDR-Gesellschaft, in der Menschen, die nicht ihren Anforderungen entsprachen, schnell als „asozial“ gebrandmarkt wurden. „Wenn uns etwas an der Gesellschaft freier Individuen gelegen ist, die in der Lage sind, Verantwortung für sich selbst und andere wahrzunehmen, dann dürfen wir nicht den Fehler machen, die Frommen in ihrem Glauben zu belächeln.“

Geilhufe gehört zum Vorstand des Sächsischen Pfarrvereins.

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