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OJC-Gründer Horst-Klaus Hofmann gestorben

31.05.2021

Der Gründer und langjährige Leiter der ökumenischen Kommunität „Offensive Junger Christen“, Horst-Klaus Hofmann. Foto: Privat
Der Gründer und langjährige Leiter der ökumenischen Kommunität „Offensive Junger Christen“, Horst-Klaus Hofmann. Foto: Privat

Bensheim (IDEA) – Der Gründer und langjährige Leiter der ökumenischen Kommunität „Offensive Junger Christen“, Horst-Klaus Hofmann, ist am 31. Mai im Alter von 92 Jahren in Bensheim/Südhessen gestorben. 1968 hatte der damalige Generalsekretär des CVJM Mannheim zusammen mit seiner Frau Irmela (1924–2003) begonnen, junge Christen „durch gemeinsames Leben zu verantwortlicher Mitarbeit in Kirche und Gesellschaft anzustiften“.

Laut Hofmann war die Gründung der OJC eine Antwort auf die Studentenrevolte 1968. Damit habe man die Anfragen junger Leute an ein allein auf materiellen Gewinn hin orientiertes Bürgertum durch ein gemeinsames Leben in einer Großfamilie beantworten wollen.

Hofmann leitete die Kommunität mit Sitz in Reichelsheim/Odenwald bis 2002. Heute leben und arbeiten dort rund 100 Christen. Hofmann initiierte auch das Deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft. Es forscht und informiert unter anderem zu den Themen Ehe und Familie sowie Identität und Sexualität.

Das Institut gilt als „evangelikale Denkfabrik“. 1990 erhielt Hofmann das Bundesverdienstkreuz für seinen Einsatz in der Jugendarbeit und seinen Beitrag zur internationalen Völkerverständigung. Im Ruhestand engagierte er sich für die Aufarbeitung der Judenverfolgung im Dritten Reich. 2005 erschien sein Buch „Rückreise nach Auschwitz“ (Freimut-Verlag).

Prior Mascher: Hofmann liebte es, geistlich-geistig tief zu bohren

Der Prior der OJC, Konstantin Mascher, würdigte Hofmann in einem Nachruf als „Diener vor dem Herrn“ und Denker, der die „geistlich-geistige Tiefenbohrung“ liebte: „Fromme wie ideologische Scheuklappen waren ihm schlichtweg fremd.“

Er habe Glauben und Denken wie die zwei Seiten einer Medaille beieinander gehalten. Mascher weiter: „Mutig und unerschrocken stellte er sich den Fragen einer jungen Generation, setzte sich mit Altlasten wie Segensspuren der Vergangenheit und den Zeitgeistströmungen der Gegenwart auseinander und suchte nach lebbaren Antworten aus dem Evangelium.“

Die OJC-Kommunität schaue voller Dankbarkeit auf das Leben von Hofmann zurück und freue sich, sein Erbe in die Zukunft tragen zu dürfen.

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