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Menschenrechte

Nigeria: Christlicher Journalist in Haft

01.01.2022

Der nigerianische Christ Luka Binniyat. Foto: privat
Der nigerianische Christ Luka Binniyat. Foto: privat

Frankfurt am Main/Wetzlar (IDEA) – Als „Gefangenen des Monats Januar“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur IDEA den nigerianischen Christen Luka Binniyat benannt. Sie rufen dazu auf, sich für den Journalisten aus dem Bundesstaat Kaduna mit Appellen an den Präsidenten und Gebet einzusetzen.

Binniyat wurde am 4. November unter dem Vorwurf festgenommen, er habe „Cyberstalking“ (Einschüchterung anderer Personen durch digitale Mittel) begangen. Der Katholik hatte am 29. Oktober über Massaker an Christen, die islamistische Banden vom Hirtenvolk der Fulani zunehmend häufiger in Nigeria begehen, in der Zeitung „Epoch Times“ berichtet. Der Vater von sechs Kindern ist auf das Thema Religionsfreiheit und Religionsgemeinschaften spezialisiert. Unter dem Titel „In Nigeria brandmarkt die Polizei Massaker als bösartig – verhaftet aber niemanden“ lenkte er den Blick seiner Leser darauf, dass die Gewaltakte straflos bleiben.

Nigerianische Christen demonstrierten schon wiederholt für ihre Rechte und forderten den Schutz durch die Sicherheitskräfte vor christenfeindlichen Feldzügen islamistischer Gruppen. Menschenrechtsorganisationen kritisieren die Passivität der Regierung angesichts dieser Gefährdung ihrer Bürger. Medienberichten zufolge beklagte ein Kollege des Inhaftierten: „Wir sind einer Reihe von Drohungen aufgrund unseres Glaubens ausgesetzt.“ Aus der Haft gelang es Binniyat, eine WhatsApp-Nachricht zu verschicken. Derzufolge ist er zusammen mit Kriminellen unter unmenschlichen Bedingungen eingesperrt und fürchtet um sein Leben.

IGFM und IDEA rufen dazu auf, Nigerias Präsidenten Muhammadu Buhari in Briefen aufzufordern, alles in seiner Macht Stehende zu tun, um die Freilassung des Christen zu erreichen. Von den über 200 Millionen Einwohnern Nigerias sind 48 Prozent Kirchenmitglieder und 51 Prozent Muslime.

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