Ressorts
icon-logo

Porträt

Mit Jesus in der Immobilienbranche

06.03.2026

Immobilienmakler Marko Verkic hat seine Firma Gott gewidmet. Foto: Markus Aatz
Immobilienmakler Marko Verkic hat seine Firma Gott gewidmet. Foto: Markus Aatz

Immobilienmakler Marko Verkic (36) hat seine Firma bewusst an Gott übergeben. Das spüren Mitarbeiter und Kunden. Neben Luxushäusern bietet er schon mal Gebet an. Ein Porträt von IDEA-Redakteurin Jelena Simmer

Als Marko Verkic im Mai 2023 zum Sport in den Keller seines Frankfurter Hauses ging, brach er zusammen. 13 Monate lang hatte seine Immobilienfirma nichts verkauft. Die Folge: 90.000 Euro offene Rechnungen, rund 500.000 Euro Schulden bei Banken und Freunden – bis hin zu Kontopfändungen. „Ich konnte nicht mehr“, erinnert sich der 36-Jährige. Verzweifelt betete er: „Gott, ich gebe dir die Firma. Wenn du willst, dass sie überlebt, dann mach du es.“

Im Leistungsdenken gefangen

Verkic wuchs in bescheidenen Verhältnissen als Kind kroatischer Eltern katholisch auf. Allerdings nahm ihn das Leistungsdenken gefangen – auch im Glauben. „Ich dachte immer: Ich muss, ich muss.“ Als Jugendlicher wollte er Profifußballer werden und bestritt unter anderem zwei Spiele für die kroatische U19-Nationalmannschaft. Dafür ging er im Training über seine körperlichen Grenzen hinaus.

Später machte er in Frankfurt am Main eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann, arbeitete hart – und zahlte einen hohen Preis: Burn-out-Gefahr, Psychotherapie. Erst als er 2019 begann, regelmäßiger in der Bibel zu lesen, ging es seiner Seele besser.

Der Zusammenbruch im Keller vier Jahre später wurde zum beruflichen Wendepunkt: Noch am selben Tag meldete sich ein Käufer, der zuvor für eine Luxusimmobilie abgesagt hatte. „Mit einem Schlag waren alle offenen Rechnungen bezahlt.“ Im Auto weinte Verkic vor Erleichterung. Er dachte an Psalm 91 und dass Gott die schützt, die zu ihm gehören. Das Jahr 2023 wurde trotz schwieriger Marktlage zu seinem bis dahin besten Geschäftsjahr.

Von der Pflicht zur Freiheit

Die innere Wende erlebte Verkic im März 2025. In einem Hotelzimmer in London las er in der Bibel. „Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Wir sind aus Gnade gerettet.“ Seitdem spricht er von einer Beziehung zu Jesus – nicht von Pflicht. Die Gottesdienste in der freikirchlichen ICF Frankfurt genießt er in vollen Zügen.

Freiheit prägt auch sein Unternehmen „Primodeus Immobilien“ – der Name steht für „Gott an erster Stelle“ (Matthäus 6,33). Vor Teammeetings wird gebetet, und wöchentlich gibt es einen Bibelkreis während der Arbeitszeit. „Wir verkaufen keine Immobilien“, erklärt Verkic. „Wir arbeiten mit Menschen.“ Kunden bietet er auch schon mal Gebet an und stellt ihre Bedürfnisse vor den Profit.

Berufen für den nächsten Schritt

Gemeinsam mit seiner Frau und den drei Kindern steht Verkic nun vor einem Neuanfang. Im März zieht die Familie nach Boca Raton in Florida. Sportliche Förderung für die Kinder, gesundheitliche Gründe – und ein innerer Frieden, den er dort bei einem Urlaub erlebt hat: „Es fühlte sich an wie Heimat, ohne sie gesucht zu haben.“

Seine Firma will er aus den USA weiterführen. Verkic ist überzeugt: Vertrauen lohnt sich. „Ich will anderen Mut machen, Gott nicht nur am Sonntag zu vertrauen – sondern mitten im Leben.“

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

IDEA liefert Ihnen aktuelle Informationen und Meinungen aus der christlichen Welt. Mit einer Spende unterstützen Sie unsere Redakteure und unabhängigen Journalismus. Vielen Dank. 

Jetzt spenden.

4 Wochen IDEA Digital 8,95 Euro 1 Euro

Entdecken auch Sie das digitale Abo mit Zugang zu allen Artikeln auf idea.de