Porträt

„Mein Mama-Herz konnte das nicht aushalten“

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Ronja Aselmann ermutigt Frauen auf Instagram. Foto: Privat
Ronja Aselmann ermutigt Frauen auf Instagram. Foto: Privat

Ihr erstes Kind kam mit einer schweren Krankheit zur Welt. Ronja Aselmann (30) war verzweifelt, sie rang mit Gott. Heute spricht sie auf Instragram über ein Vertrauen, das trägt. Von Erika Weiss

Bis zu ihrem 20. Lebensjahr fühlte sie sich sorgenfrei. Ronja Aselmann wuchs in einer christlichen Familie auf, heiratete ihre Jugendliebe „Fritze“ und begann ein Pflege-Studium. Unerwartet wurde sie schwanger – obwohl Ärzte dem Ehepaar gesagt hatten, dass es auf natürlichem Wege keine Kinder bekommen könne. Fritze litt früher an Neutropenie, einer chronischen Immunschwäche. Heute ist er geheilt, aber damals konnte jede Erkältung für ihn lebensbedrohlich sein.

Im März 2016 kam Sohn Manoah zur Welt – und auch er hatte diese Immunkrankheit. Zum ersten Mal spürte die damals 21-jährige Ronja Aselmann eine schwere Last.

Die Kapitulation

Zunächst versuchte Ronja, der Krankheit möglichst wenig Raum zu geben. Sie engagierte sich weiterhin in ihrer Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Arpke bei Hannover und begann ein Theologiestudium. In seinem ersten Lebensjahr steckte ihr Sohn Manoah Infektionen gut weg.

Als Aselmann 2018 zum zweiten Mal Mutter wurde, verschlechterte sich sein Zustand. Immer wieder musste sich die Familie zu Hause in Quarantäne begeben. Die Krankenhausaufenthalte häuften sich. „Es war hart für mich, an einem Ort zu sein, wo im Zimmer nebenan eine Mama schrie, weil sie gerade ihr Kind verlor.“ Aselmann rang mit Gott: „Wenn du gut bist, warum passiert das hier alles?!“

2018 kam Manoah dem Tod sehr nahe. Nach einem Mückenstich bekam er hohes Fieber und war nicht mehr ansprechbar. „Es war ein Alptraum. Mein Mama-Herz konnte das nicht aushalten.“ Am Bett ihres Sohnes kapitulierte sie vor Gott. Sie verstand: „Ich habe das Leben nicht in der Hand. Ich bin absolut abhängig von meinem Schöpfer.“

Die Kernbotschaft

Manoah erholte sich und erhielt 2020 eine Stammzellentransplantation. Für Ronja eine Gebetserhörung: „Tausend Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben für unseren Sohn gebetet.“ Doch die Chemotherapie hinterließ Spuren: Unter anderem verlor Manoah sein Augenlicht auf einem Auge, die Sehkraft des anderen ist stark geschädigt. Trotzdem sei er ein fröhliches Kind, sagt Aselmann: „Er ist ein richtiger Überflieger in der Schule und hat viele Freunde.“

Ihre Erfahrung teilt sie auf christlichen Frauenveranstaltungen und Instagram mit ihren 11.000 Abonnenten. „Ich habe es auf dem Herzen, Menschen Hoffnung weiterzugeben, auch wenn alles dagegenspricht.“ Denn sie weiß: „In dieser Welt fallen wir manchmal ziemlich tief. Aber wir haben durch Jesus eine Hoffnung auf die Ewigkeit.“

Was Ronja von vielen anderen christlichen Influencern unterscheidet: Sie lehnt jegliche Anfragen von Firmen ab, die ihr Geld anbieten, wenn sie bestimmte Produkte in die Kamera hält. „Ich will auf Instagram den Menschen nur von Jesus erzählen – und sonst nichts.“

Mehr über Ronja Aselmann auf Instagram (@ronjaaselmann) und in dem Buch „Perspektive Ewigkeit“ (Gerth Medien)

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