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Mehrheit ist für freiwillige Abgaben statt Kirchensteuern

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Auch die Mitglieder der christlichen Konfessionen stimmen der Forderung nach freiwilligen Abgaben mit großer Mehrheit zu. Symbolfoto: iStock/Andrey Popov
Auch die Mitglieder der christlichen Konfessionen stimmen der Forderung nach freiwilligen Abgaben mit großer Mehrheit zu. Symbolfoto: iStock/Andrey Popov

Eine große Mehrheit der Deutschen (70 Prozent) ist der Meinung, dass sich die beiden großen Kirchen nicht durch Kirchensteuern, sondern durch freiwillige Abgaben finanzieren sollten. Das ergab eine Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA-Consulere (Erfurt) im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. Knapp jeder Sechste (14 Prozent) ist nicht dieser Meinung. Zwölf Prozent antworteten mit „Weiß nicht“, drei Prozent machten keine Angabe.

Männer stimmen der These etwas häufiger zu als Frauen (72 Prozent gegenüber 69 Prozent). Westdeutsche tun es deutlich häufiger als Ostdeutsche (72 Prozent gegenüber 65 Prozent). Die jüngsten Befragten sind seltener gegen die Kirchensteuer als die älteren (18- bis 29-Jährige: 62 Prozent; 30- bis 39-Jährige: 71 Prozent; 40- bis 49-Jährige: 71 Prozent; 50- bis 59-Jährige: 74 Prozent; 60- bis 69-Jährige: 70 Prozent; über 70-Jährige: 72 Prozent).

Auch die Mitglieder der christlichen Konfessionen stimmen der Forderung mit großer Mehrheit zu: Bei den landeskirchlichen Protestanten sind es 67 Prozent, bei den Katholiken 73 Prozent. Die befragten Freikirchler übertreffen mit 79 Prozent sogar die Gruppe der Konfessionslosen (76 Prozent). Die befragten Muslime sind mit 57 Prozent seltener dieser Ansicht als die Mitglieder aller christlichen Konfessionen.

Unter den Anhängern der politischen Parteien sprechen sich die Sympathisanten der AfD mit 74 Prozent am häufigsten für einen Systemwechsel bei der Kirchenfinanzierung aus, gefolgt von den Parteigängern der CDU/CSU und der Grünen mit jeweils 71 Prozent sowie der Linken (70 Prozent) und der SPD (67 Prozent).

Für die Erhebung im Zeitraum vom 13. bis 16. Februar 2026 zu der Frage: „Wie stehen Sie zu folgender Aussage? Die evangelische und die katholische Kirche sollten sich nicht durch Kirchensteuern finanzieren, sondern durch freiwillige Abgaben (Spenden)“ hat INSA 2.002 Bundesbürger online befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die volljährige Bevölkerung in Deutschland sowie nach Geschlecht, Alter und Region.

Für die Erhebung hat INSA 2.002 Bundesbürger online befragt. Grafik: ideagrafik
Für die Erhebung hat INSA 2.002 Bundesbürger online befragt. Grafik: ideagrafik

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