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Margot Käßmann teilt aus gegen Milliardäre, die ins All fliegen

18.07.2021

 Der britische Unternehmer Richard Branson hatte an Bord des Raumflugzeugs „VSS Unity“ drei Minuten Schwerelosigkeit erlebt. Foto: picture alliance / Cover Images | Virgin Galactic/Cover-Images.com
Der britische Unternehmer Richard Branson hatte an Bord des Raumflugzeugs „VSS Unity“ drei Minuten Schwerelosigkeit erlebt. Foto: picture alliance / Cover Images | Virgin Galactic/Cover-Images.com

Berlin (IDEA) – Die frühere EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann (Hannover) hält ältere Milliardäre für „kindisch“, die sich für „Millionen Dollar“ ein paar Minuten ins All schießen lassen.

Der britische Unternehmer Richard Branson (71) war am 11. Juli an Bord des Raumflugzeugs „VSS Unity“ in den Weltraum geflogen und hatte drei Minuten Schwerelosigkeit erlebt. Die US-Unternehmer Jeff Bezos (57) und Elon Musk (50) wollen folgen. Ihr Ziel ist es, den Weltraumtourismus aufzubauen.

Dazu schreibt Käßmann in ihrer Kolumne in „Bild am Sonntag“, „Männer zwischen 50 und 70 könnten die Welt doch mal mit erwachsenen Augen anschauen und etwas Vernünftiges mit ihrem Geld anfangen“. Die Theologin verwies darauf, dass nach dem neuen Welternährungsbericht der Vereinten Nationen 2,45 Milliarden Menschen an Hunger leiden. „Kein einziger von ihnen ist vor Gott weniger wert als Herr Branson, Herr Musk oder Herr Bezos.“

Die einen amüsierten sich „auf Teufel komm raus“, die anderen hätten kaum eine Lebenschance. Aber dann denke sie trotzig, so Käßmann: „Wir müssten das doch hinkriegen! Eine Welt, die für alle reicht. Die Milliardäre fliegen nicht ins All. Aber sie sorgen dafür, dass hier unten auf der guten alten Erde alle genug zu essen haben. Am Ende wäre das ein Gewinn für uns alle.“

Ihren Beitrag beschließt sie mit einer alttestamentlichen Bibelstelle: „Wer der Gerechtigkeit und Güte nachjagt, der findet Leben, Gerechtigkeit und Ehre“ (Sprüche 21,21).

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