Menschenrechte

Katholischer Bischof wird „Pate“ für gefangene Iraner

Lesezeit: 2 min

Weltweit finden Proteste gegen das radikalislamische Regime im Iran statt – so wie hier in Istanbul. Foto: Picture Alliance/Onur Dogman
Weltweit finden Proteste gegen das radikalislamische Regime im Iran statt – so wie hier in Istanbul. Foto: Picture Alliance/Onur Dogman

Frankfurt am Main/Mainz (IDEA) – Der Bischof des (katholischen) Bistums Mainz, Peter Kohlgraf, hat eine politische Patenschaft für zwei Gefangene im Iran übernommen. Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM/Frankfurt am Main) mitteilte, handelt es sich um den 17-jährigen Schüler Arian Farzamnis und den Familienvater Reza Nowrozi. Sie waren festgenommen worden, weil sie im November an Protesten gegen das radikalislamische Regime teilnahmen. Farzamnis wurde zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt. Nowrozi, der während der Demonstration eine Auto angezündet haben soll, wurde zu zehn Jahren Haft verurteilt. Er wurde im Gefängnis gefoltert. Das Leben der beiden sei gefährdet, heißt es in der Pressemitteilung der IGFM.

Ziel der politischen Patenschaft ist es, durch öffentlichen Druck die Situation der Gefangenen zu verbessern oder ihre Freilassung zu erreichen. Seit 2011 hat die IGFM über 200 Patenschaften von Politikern und Prominenten für gewaltlose politische Gefangene und Glaubensgefangene initiiert. Durch die aktuelle Entwicklung im Iran sind allein den vergangenen vier Wochen 22 neue Patenschaften für Iraner hinzugekommen.

IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin erklärte, die Übernahme einer Patenschaft durch einen Bischof sei ein Novum und ein starkes Signal an das Regime in Teheran. Auch evangelische Bischöfe könnten auf diesem Weg für die Menschenrechte eintreten.

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