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Israel: Heidnische Kultstätte in Jerusalem gefunden

22.01.2025

Bei dem entdeckten Bauwerk handelt es sich um acht in den Felsen gehauene Räume. Foto: Israel Antiquities Authority
Bei dem entdeckten Bauwerk handelt es sich um acht in den Felsen gehauene Räume. Foto: Israel Antiquities Authority

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In der Jerusalemer Davidstadt haben Archäologen bei Ausgrabungen eine heidnische Kultstätte entdeckt. Sie befindet sich nur wenige hundert Meter von der Stelle entfernt, wo einst der Jerusalemer Tempel stand. Bei dem entdeckten Bauwerk handelt es sich um acht in den Felsen gehauene Räume, in denen sich ein Altar, ein stehender Kultstein – eine sogenannte Massebe – sowie eine Öl- und Weinpresse befanden.

Wie die israelische Altertumsbehörde bekanntgab, soll der Schrein aus der Zeit des ersten Jerusalemer Tempels (um 950–586 v. Chr.) stammen. Grabungsleiter Eli Shukron vermutet, dass Bewohner Judas das Bauwerk für kultisch-religiöse Praktiken bis zum 8. Jahrhundert v. Chr. – also bis zur Mitte der Regierungszeit der Könige von Juda – nutzten.

So könnte die Kultstätte ausgesehen haben. Foto: Israel Antiquities Authority

Shukron verweist auf die Bibel, die von religiösen Reformen zweier Könige von Juda (2. Könige 18,4 und 2. Könige 22-23), Hiskia (725 – 696 v. Chr.) und Josia (um 647 – 609 v. Chr.), in diesem Zeitraum spricht. Sie hatten das Ziel, heidnischen Stätten wie die entdeckte zu beseitigen und die Anbetung auf den Tempel zu konzentrieren.

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Der Archäologe und Leiter der „Arbeitsgruppe für Biblische Archäologie“ der evangelikalen Studiengemeinschaft Wort und Wissen, Pieter Gert van der Veen (Schorndorf), erklärte der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA: „Die Funde in der Davidstadt untermauern, was wir schon aus dem Alten Testament wissen: dass es neben dem zentralisierten Kult auf dem Tempelberg auch heidnische kanaanitische Praktiken gab, die in Israel und Juda weiterlebten.“

Auch ein stehender Kultstein – eine sogenannte Massebe – wurde freigelegt. Foto: Israel Antiquities Authority

Teilweise seien sie von den damaligen Königen erlaubt, ja sogar unterstützt worden. Ob der entdeckte Schrein während der Reform Hiskias aufgegeben wurde oder doch etwas später unter Josia, müsse aus Sicht des Archäologen noch weiter erforscht werden.

Israels Minister für Kulturerbe, Amichai Eliyahu, zeigte sich indes erfreut: „Solche Entdeckungen machen unsere Verbundenheit und unsere historischen Wurzeln, die Tausende von Jahren zurückreichen, greifbar – in Jerusalem und an anderen Orten, an denen die jüdische Kultur und das jüdische Glaubenssystem entstanden sind.“

Das Bauwerk ist laut dem Grabungsleiter Shukron die einzige bekannte rituelle Struktur aus dieser Zeit, die in Jerusalem entdeckt wurde, und eine der wenigen, die in ganz Israel gefunden wurden.

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