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Menschenrechte

Iran: Langjährige Haftstrafe gegen Christen wegen seines Glaubens

01.02.2026

Der iranische Christ Mehran Shamloui. Foto: Privat
Der iranische Christ Mehran Shamloui. Foto: Privat

Als „Gefangenen des Monats Februar 2026“ haben die Internationale Gesellscha.ft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur IDEA den iranischen Christen Mehran Shamloui benannt und rufen dazu auf, ihn zu unterstützen. Der 37-Jährige konvertierte vom Islam zum Christentum und schloss sich einer Hauskirche an.

Er wurde im November 2024 zusammen mit zwei weiteren Christen bei Razzien von Sicherheitsagenten gefangen genommen. Am 8. März 2025 verurteilte ihn ein Gericht zu mehr als zehn Jahren Haft. Demnach sollte er acht Jahre wegen „Propaganda gegen das islamische Recht“ sowie weitere zwei Jahre und acht Monate wegen der Mitgliedschaft in einer „oppositionellen Gruppe“ hinter Gittern verbringen.

Ein Berufungsgericht bestätigte das Urteil im April. Daraufhin floh Shamloui in die Türkei. Die türkischen Behörden verhafteten ihn jedoch und lieferten ihn an den Iran aus. Dort wurde er am 3. Juli festgenommen. Seit August befindet sich Shamloui im berüchtigten Evin-Gefängnis am nördlichen Stadtrand von Teheran.

Die IGFM und IDEA rufen dazu auf, in Briefen an den iranischen Präsidenten Massud Peseschkian um die sofortige Freilassung des Christen zu bitten. Die Islamische Republik Iran hat den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte ratifiziert, der auch Religionsfreiheit garantiert.

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