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Menschenrechte

Iran: Gefängnis, weil sie ihren Glauben wechselten

01.08.2022

v. l.: Ahmad Sarparast, Ayoub Pourrezazadeh, Morteza Mashoudkari. Fotos: Article 18
v. l.: Ahmad Sarparast, Ayoub Pourrezazadeh, Morteza Mashoudkari. Fotos: Article 18

Frankfurt am Main/Wetzlar (IDEA) – Als „Gefangene des Monats August“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur IDEA drei Christen im Iran benannt. Es handelt sich um Ahmad (Youhana) Sarparast (25), Ayub Pourrezazadeh (28) und Morteza Mashoodkari (38).

Die IGFM und IDEA rufen dazu auf, sich für die ehemaligen Muslime mit Hilfe von Appellen an die iranische Führung einzusetzen und für sie zu beten. Sie gerieten ins Fadenkreuz des Regimes, weil sie den christlichen Glauben angenommen haben. Nach Razzien am 8. Mai dieses Jahres in ihren privaten Wohnungen wurden die Mitglieder der evangelischen „Kirche des Iran“ festgenommen.

Die Männer waren erstmals während eines Gebetstreffens am 5. September abgeführt und dann einer Gehirnwäsche ausgesetzt worden – mit dem Ziel, sie zum Islam zurückzuführen. Die Behörden werfen ihnen „Propaganda für einen abweichenden, dem islamischen Recht widersprechenden Glauben“ vor. Auf diese Weise dienten sie angeblich „fremden Mächten“. Am 9. April 2022 verurteilte das Revolutionsgericht in Rascht die Konvertiten zu jeweils fünf Jahren Gefängnis. Ende Juni bestätigte eine höhere Instanz dieses Urteil.

Die IGFM und IDEA bitten darum, die iranische Führung in Briefen daran zu erinnern, dass sie sich mit der Ratifizierung des „Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte“ zur Achtung der Religionsfreiheit verpflichtet hat. Das Vorgehen gegen die drei Christen, weitere Mitglieder der „Kirche des Iran“ und viele andere ehemalige Muslime, die sich dem Christentum zugewandt haben, steht dazu im deutlichen Widerspruch. 95 Prozent der knapp 84 Millionen Einwohner des Iran gehören zum schiitischen Zweig des Islams. Der Anteil der Christen liegt bei unter einem Prozent.

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