Glaube
Gut jeder Vierte glaubt an Gottes wunderbares Eingreifen
15.04.2026

Gut jeder vierte Deutsche (28 Prozent) glaubt, dass Gott durch Wunder in das Leben von Menschen eingreift. Das ergab eine Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA-Consulere (Erfurt) im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. Fast jeder Zweite (49 Prozent) lehnt diese Vorstellung dagegen ab. Jeder Fünfte (20 Prozent) traut sich in dieser Frage kein Urteil zu, vier Prozent machten keine Angabe.
Frauen rechnen häufiger mit Gottes wunderbarem Eingreifen als Männer (30 Prozent gegenüber 25 Prozent). Westdeutsche tun es häufiger als Ostdeutsche (29 Prozent gegenüber 22 Prozent). Jüngere Menschen glauben es deutlich öfter als ältere (18- bis 29-Jährige: 44 Prozent; 30- bis 39-Jährige: 30 Prozent; 40- bis 49-Jährige: 30 Prozent; 50- bis 59-Jährige: 24 Prozent; 60- bis 69-Jährige: 21 Prozent; über 70-Jährige: 19 Prozent).
Große Unterschiede gibt es zwischen den Mitgliedern der christlichen Konfessionen: Während bei den Freikirchlern satte 70 Prozent mit dem übernatürlichen Eingreifen Gottes rechnen (anderer Ansicht sind 17 Prozent), tun es bei den Katholiken nur 40 Prozent (anderer Ansicht sind 36 Prozent). Bei den landeskirchlichen Protestanten sind die Skeptiker mit 43 Prozent sogar deutlich in der Mehrheit – gegenüber 29 Prozent, die an Wunder glauben. Bei den Muslimen glauben 62 Prozent daran, bei den Konfessionslosen 10 Prozent.
Unter den Anhängern der politischen Parteien sind die Sympathisanten der CDU/CSU mit 36 Prozent am häufigsten offen für den Glauben an göttliche Wunder, gefolgt von den Parteigängern der SPD (31 Prozent), der AfD (28 Prozent), der Linken (23 Prozent) und der Grünen (16 Prozent).
Für die Erhebung im Zeitraum vom 10. bis 13. April 2026 zu der Frage: „Wie stehen Sie zu folgender Aussage? Ich glaube, dass Gott durch Wunder in das Leben von Menschen eingreift.“ hat INSA 2.006 Bundesbürger online befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die volljährige Bevölkerung in Deutschland sowie nach Geschlecht, Alter und Region.

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