Gesellschaft
Große Mehrheit sagt: Über den Glauben anderer macht man keine Witze
04.03.2026

Die große Mehrheit der Deutschen (70 Prozent) ist der Meinung, dass man über Religion oder den Glauben anderer grundsätzlich keine Witze machen sollte. Das ergab eine Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA-Consulere (Erfurt) im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. 18 Prozent der Befragten sind nicht dieser Ansicht. Acht Prozent antworteten mit „Weiß nicht“, vier Prozent machten keine Angabe.
Frauen teilen diese Einschätzung deutlich häufiger als Männer (75 Prozent gegenüber 65 Prozent). West- und Ostdeutsche liegen in der Beurteilung dieser Frage gleichauf (jeweils 70 Prozent). Die jüngsten und die ältesten Befragten stimmen der These häufiger zu als die Umfrageteilnehmer in den mittleren Altersgruppen (18- bis 29-Jährige: 73 Prozent; 30- bis 39-Jährige: 63 Prozent; 40- bis 49-Jährige: 66 Prozent; 50- bis 59-Jährige: 66 Prozent; 60- bis 69-Jährige: 72 Prozent; über 70-Jährige: 78 Prozent).
Unter den Mitgliedern der christlichen Konfessionen sagen die landeskirchlichen Protestanten mit 78 Prozent am häufigsten, dass man über Religion oder den Glauben anderer grundsätzlich keine Witze machen sollte, gefolgt von den Katholiken (77 Prozent) und den Freikirchlern (72 Prozent). Bei den Muslimen teilen 83 Prozent diese Ansicht, bei den Konfessionslosen sind es 60 Prozent.
Unter den Anhängern der politischen Parteien sind die Sympathisanten von SPD und Linken mit jeweils 80 Prozent am häufigsten gegen Witze auf Kosten des Glaubens anderer, gefolgt von den Parteigängern von CDU/CSU (78 Prozent), AfD (66 Prozent) und Grünen (58 Prozent).
Für die Erhebung im Zeitraum vom 27. Februar bis 2. März 2026 zu der Frage: „Wie stehen Sie zu folgender Aussage? Über Religion oder den Glauben anderer sollte man grundsätzlich keine Witze machen.“ hat INSA 2.002 Bundesbürger online befragt.

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