Gesellschaft
Große Mehrheit sagt: Politikern fehlt Nähe zu den Menschen
14.01.2026

Die große Mehrheit der Deutschen (84 Prozent) ist der Ansicht, dass viele Politiker in Deutschland den Bezug zum Alltag der Menschen verloren haben. Das ergab eine Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA-Consulere (Erfurt) im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. Acht Prozent teilen diese Einschätzung nicht. Sieben Prozent antworteten mit „Weiß nicht“, zwei Prozent machten keine Angabe.
Frauen und Männer liegen in dieser Frage ebenso gleichauf (83 Prozent gegenüber 84 Prozent) wie West- und Ostdeutsche (84 Prozent gegenüber 85 Prozent). Menschen mittleren Alters attestieren Politikern besonders oft fehlenden Kontakt zum Alltag der Menschen (40- bis 49-Jährige: 86 Prozent; 50- bis 59-Jährige: 87 Prozent). Auch in den anderen Altersgruppen sind mindestens vier von fünf Befragten dieser Ansicht (18- bis 29-Jährige: 81 Prozent; 30- bis 39-Jährige: 82 Prozent; 60- bis 69-Jährige: 83 Prozent; über 70-Jährige: 84 Prozent).
Der hohe Zustimmungswert zu dieser Aussage zieht sich auch durch alle Ebenen formaler Bildung (Hauptschulabschluss: 85 Prozent; Realschulabschluss: 86 Prozent; Abitur: 84 Prozent; Hochschulabschluss: 82 Prozent). Unter den Kirchenmitgliedern stimmen die landeskirchlichen Protestanten der These am häufigsten zu (85 Prozent), gefolgt von den Katholiken (84 Prozent) und den Freikirchlern (77 Prozent). Bei den Muslimen stimmen 79 Prozent zu, bei den Konfessionslosen 87 Prozent.
Unter den Anhängern der politischen Parteien glauben die Sympathisanten der AfD mit 95 Prozent am häufigsten, dass viele Politiker in Deutschland den Bezug zum Alltag der Menschen verloren haben, gefolgt von den Parteigängern der Linken (89 Prozent), der CDU/CSU (80 Prozent), der Grünen (78 Prozent) und der SPD (77 Prozent).

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