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Görlitz: Evangelische Frauenkirche verwüstet

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Die evangelische Frauenkirche in der Innenstadt von Görlitz. Foto: Wikipedia/ Manecke
Die evangelische Frauenkirche in der Innenstadt von Görlitz. Foto: Wikipedia/ Manecke

Görlitz (IDEA) – Unbekannte Täter haben die evangelische Frauenkirche in der Innenstadt von Görlitz verwüstet. In der Nacht vom 21. auf den 22. August zerstörten sie den Hauptaltar, stießen Apostelfiguren und ein Altarkreuz um, schlugen Vitrinen ein, stahlen Gesangsbücher, Mikrofone und Verstärker. Außerdem rissen sie Orgelpfeifen heraus, so dass das Instrument derzeit nicht bespielbar ist. Der Sachschaden soll Medienberichten zufolge im höheren fünfstelligen Euro-Bereich liegen.

Täter auf der Suche nach Bundmetall?

Pfarrer Matthias Paul von der evangelischen Innenstadtgemeinde nannte die Zerstörungen einen „fatalen Angriff auf den gelebten Glauben“. Er vermutet, dass sich die Täter am Abend haben einschließen lassen und nachts auf der Suche nach Buntmetall waren. Dies würde die massiven Beschädigungen erklären. Der materielle Schaden ließe sich beheben, „aber der ideelle und kulturgeschichtliche Schaden ist enorm. Für die Gemeinde ist es eine Katastrophe.“

Kirche bleibt geschlossen

Derzeit ist die Kirche wegen Aufräumarbeiten geschlossen. Sie soll am 2. September mit einer Abendandacht wiedereröffnet werden. Die aus dem 15. Jahrhundert stammende Frauenkirche war während der Friedlichen Revolution im Herbst 1989 der Ausgangspunkt der Friedensgebete in der Stadt.

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