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Gnadauer Generalsekretär: Missionarisch sein und Hoffnung verbreiten
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Der neue Generalsekretär des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes, Jürgen Schmidt (Kassel), will dazu beitragen, dass die Gemeinschaftsbewegung missionarisch agiert und Hoffnung verbreitet. Das erklärte der 49-jährige am 12. September bei seiner Amtseinführung in der Kasseler Christuskirche. Er war seit 2023 Geschäftsführer der evangelistischen Bewegung proChrist.
Wie er in seiner Predigt sagte, versteht sich „Gnadau“ als Hoffnungsbewegung. Hoffnung sei keine Vertröstung auf die Zukunft, sondern sie präge schon jetzt das Leben der Christen. „Wo christlicher Glaube draufsteht, müssen Glaube, Liebe und Hoffnung drin sein“, so Schmidt.
Für eine missionarische Bewegung wie „Gnadau“ sei es wichtig, viele Angebote für Menschen zu machen, die Jesus Christus noch nicht kennen. Der Theologe regte an, dass sich jede Gemeinde innerhalb „Gnadaus“ im Lauf des nächsten Jahres überlegt, welche Menschen sie in ihrem Umfeld am besten erreichen kann. Sie solle dann ein neues Angebot für diese Zielgruppe starten.
Dadurch könnte eine missionarische Dynamik entstehen, ist Schmidt überzeugt. Er tritt die Nachfolge von Frank Spatz an, der das Amt elf Jahre inne hatte und jetzt Direktor des Marburger Diakonissenhauses ist. Schmidt wurde vom Präses des Gnadauer Verbandes, Pfarrer Steffen Kern (Walddorfhäslach bei Reutlingen), eingesegnet.
Vom Radio- und Fernsehtechniker zum Theologen
Schmidt stammt aus Franken und ist gelernter Radio- und Fernsehtechniker. Seine theologische Ausbildung absolvierte er an der Evangelistenschule Johanneum (Wuppertal). Er erwarb einen Master in Praktischer Theologie an der Middlesex University (London). Schmidt war leitender Pastor der Gemeinde Eben-Ezer in Berlin und leitete danach über zehn Jahre die Schülerarbeit der SMD (Studentenmission in Deutschland).
Der Gnadauer Gemeinschaftsverband gilt als die größte freie Bewegung in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die Gemeinschaftsbewegung erreicht durch ihre Veranstaltungen rund 250.000 Menschen. Der Gnadauer Verband umfasst etwa 90 Mitgliedswerke in Gemeinde- und Jugendarbeit, Diakonie, Bildung, Medien und Weltmission. Innerhalb „Gnadaus“ engagieren sich rund 7.000 hauptamtliche und 40.000 ehrenamtliche Mitarbeiter.