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Gebet erhört: Vater findet Sohn nach 18 Jahren wieder

08.07.2022

Osmane Abaloutou lebt seit 1994 in Deutschland. Foto: Kurt Gruhlke Fotografie
Osmane Abaloutou lebt seit 1994 in Deutschland. Foto: Kurt Gruhlke Fotografie

Berlin (IDEA) – Von einer ungewöhnlichen Gebetserhörung berichtet die Heilsarmee auf ihrer Internetseite. Im Mittelpunkt steht der Togolese Osmane Abaloutou (52). Er kam 1994 nach Deutschland und wurde als politischer Flüchtling anerkannt. Eine Beziehung zu einer deutschen Frau, mit der er zwei Kinder hatte, scheiterte. In der Folge verlor er auch jeden Kontakt zu den Kindern – 18 Jahre lang. Der gelernte Automechaniker schlug sich mit Hilfsarbeitertätigkeiten durch, wurde arbeitslos und schließlich krank.

Beim jüngsten Aufenthalt im Krankenhaus in Berlin kam er in Kontakt mit der Heilsarmee, die ihn nach seiner Genesung in eine Wohngemeinschaft in ihrem William-Booth-Haus vermittelte. Der dort tätige Sozialarbeiter Kurt Gruhlke lud Abaloutou immer wieder in die Gottesdienste der Freikirche „Gemeinde auf dem Weg“ ein, zu der er gehört. Dort erfuhr Abaloutou auch, dass man für seine Anliegen beten lassen kann. Und so schrieb er ein Anliegen auf, das er einem Mitbewohner mitgab, als er an einem Sonntag wegen Krankheit verhindert war. Seine dringende Bitte: Er will seinen Sohn wiedersehen.

Anruf vom Sohn erhalten

Wie Gruhlke der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA sagte, hat er mit dem Mitbewohner für das Anliegen gebetet. Tatsächlich habe Abaloutou schon in der Woche darauf einen Anruf von seinem Sohn erhalten. Für Abaloutou und seinen Mitbewohner sei das ein eindrückliches Zeugnis dafür gewesen, dass Gott Gebete erhöre. Wie sich später herausstellte, war es auch dem Sohn Matthias (23) ein Anliegen, seinen Vater wiederzufinden. Durch den Kontakt zu einem ehemaligen Kindermädchen sei es ihm gelungen, die Wohnadresse des Vaters herauszufinden. Inzwischen haben sich Vater und Sohn einmal gesehen. Sie telefonieren regelmäßig.

Wie Abaloutou IDEA sagte, wurde er in Togo christlich getauft, aber als Moslem erzogen. Inzwischen beschäftige er sich ernsthaft mit dem christlichen Glauben. Aber er sei bisher kein Kirchenmitglied.

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