Gesellschaft
Fast jeder Zweite lehnt Segnungen polyamorer Beziehungen ab
23.07.2025

Fast jeder zweite Deutsche (48 Prozent) findet es nicht gut, wenn die Kirchen Liebesbeziehungen segnen, an denen mehr als zwei Partner beteiligt sind (Polyamorie). Das ergab eine Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA-Consulere (Erfurt) im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. Jeder Vierte (26 Prozent) würde die kirchliche Segnung von polyamoren Partnerschaften dagegen begrüßen. Jeder Fünfte (21 Prozent) weiß nicht, wie er dazu steht, fünf Prozent machten keine Angabe.
Frauen lehnen die Segnung polyamorer Partnerschaften häufiger ab als Männer (50 Prozent gegenüber 47 Prozent). Westdeutsche tun es häufiger als Ostdeutsche (50 Prozent gegenüber 43 Prozent).
Je älter die Umfrageteilnehmer sind, desto häufiger finden sie eine kirchliche Segnung solcher Beziehungen nicht gut (18- bis 29-Jährige: 36 Prozent; 30- bis 39-Jährige: 40 Prozent; 40- bis 49-Jährige: 49 Prozent; 50- bis 59-Jährige: 50 Prozent; 60- bis 69-Jährige: 54 Prozent; über 70-Jährige: 59 Prozent).
Unter den Kirchenmitgliedern lehnen die Freikirchler sie mit 56 Prozent am häufigsten ab, gefolgt von den landeskirchlichen Protestanten (55 Prozent) und den Katholiken (50 Prozent). Bei den Muslimen sind es 42 Prozent, bei den Konfessionslosen 46 Prozent.
Unter den Anhängern der politischen Parteien ist die Ablehnung bei den Sympathisanten der AfD mit 56 Prozent am weitesten verbreitet, gefolgt von den Parteigängern der CDU/CSU (52 Prozent), der SPD (49 Prozent), der Grünen (37 Prozent) und der Linken (32 Prozent).
Für die Erhebung wurden 2.005 Erwachsene im Zeitraum vom 18. bis 21. Juli befragt.

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
IDEA liefert Ihnen aktuelle Informationen und Meinungen aus der christlichen Welt. Mit einer Spende unterstützen Sie unsere Redakteure und unabhängigen Journalismus. Vielen Dank.



