Gesellschaft
Fast jeder Dritte wünscht eine Re-Christianisierung Deutschlands
05.11.2025

Fast jeder dritte Deutsche (30 Prozent) ist der Meinung, dass Deutschland eine Re-Christianisierung braucht. Das ergab eine Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA-Consulere (Erfurt) im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. Eine relative Mehrheit (40 Prozent) sieht keine Notwendigkeit für eine Re-Christianisierung. 24 Prozent antworteten mit „Weiß nicht“, fünf Prozent machten keine Angabe.
Männer wünschen sich häufiger als Frauen, dass christliche Werte und Institutionen wieder gestärkt werden (33 Prozent gegenüber 28 Prozent). Westdeutsche tun es etwas häufiger als Ostdeutsche (31 Prozent gegenüber 28 Prozent). Bei jüngeren Menschen ist der Wunsch tendenziell weiter verbreitet als bei älteren (18- bis 29-Jährige: 35 Prozent; 30- bis 39-Jährige: 38 Prozent; 40- bis 49-Jährige: 30 Prozent; 50- bis 59-Jährige: 29 Prozent; 60- bis 69-Jährige: 24 Prozent; über 70-Jährige: 27 Prozent).
Unter den Angehörigen der christlichen Konfessionen teilen ihn Freikirchler mit 57 Prozent am häufigsten. Mit großem Abstand folgen Katholiken (39 Prozent) und landeskirchliche Protestanten (34 Prozent). Bei den Muslimen wünschen sich 31 Prozent eine Re-Christianisierung, bei den Konfessionslosen sind es 21 Prozent.
Unter den Anhängern der politischen Parteien sind die Sympathisanten der AfD mit 49 Prozent am häufigsten dafür, gefolgt von den Parteigängern der CDU/CSU (39 Prozent), der SPD (24 Prozent), der Grünen und der Linken (jeweils 16 Prozent).

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