Gesellschaft
Fast 40 Prozent spüren wachsende Feindseligkeit gegen Christen
27.05.2026

Die relative Mehrheit der Deutschen (39 Prozent) hat das Gefühl, dass die Feindseligkeit gegenüber Christen in Deutschland zunimmt. Das ergab eine Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA-Consulere (Erfurt) im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. 37 Prozent der Befragten teilen diese Einschätzung nicht. 21 Prozent antworteten mit „Weiß nicht“, drei Prozent machten keine Angabe.
Männer bemerken die zunehmende Christenfeindlichkeit etwas häufiger als Frauen (40 Prozent gegenüber 38 Prozent). Westdeutsche spüren sie etwas häufiger als Ostdeutsche (40 Prozent gegenüber 38 Prozent). Junge Menschen zwischen 18 und 29 Jahren sehen das Problem mit 45 Prozent etwas öfter als Befragte mittleren Alters (30- bis 39-Jährige: 42 Prozent; 40- bis 49-Jährige: 43 Prozent; 50- bis 59-Jährige: 42 Prozent) und deutlich öfter als Ältere (60- bis 69-Jährige: 37 Prozent; Über-70-Jährige: 30 Prozent).
Unter den Mitgliedern der christlichen Konfessionen bemerken die Freikirchler mit 57 Prozent am häufigsten, dass die Feindseligkeit gegenüber Christen zunimmt, gefolgt von den Katholiken (45 Prozent) und den landeskirchlichen Protestanten (43 Prozent). Bei den Muslimen stimmen der Aussage 37 Prozent zu, bei den Konfessionslosen sind es 31 Prozent. Unter den Anhängern der politischen Parteien ist dieses Gefühl bei den Sympathisanten der AfD am weitesten verbreitet (61 Prozent), gefolgt von den Parteigängern der CDU/CSU (42 Prozent), der SPD (35 Prozent), der Linken (27 Prozent) und der Grünen (21 Prozent).
Für die Erhebung im Zeitraum vom 22. bis 26. Mai 2026 zu der Frage: „Wie stehen Sie zu folgender Aussage: Ich habe das Gefühl, dass die Feindseligkeit Christen gegenüber in Deutschland zunimmt?“ hat INSA 2.010 Bundesbürger online befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die volljährige Bevölkerung in Deutschland sowie nach Geschlecht, Alter und Region.

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