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Menschenrechte

Eritrea: Zwei betagte Pastoren seit Ende Juli in Haft

01.09.2021

Der Pastor Samuel Okbamichael ist einer der beiden Gefangenen des Monats September. Foto: privat
Der Pastor Samuel Okbamichael ist einer der beiden Gefangenen des Monats September. Foto: privat

Frankfurt am Main/Wetzlar (IDEA) – Zu „Gefangenen des Monats September“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur IDEA zwei Pastoren aus Eritrea benannt. Sie rufen dazu auf, sich für Girmay Araya (75) und Samuel Okbamichael (74) einzusetzen und für sie zu beten.

Sicherheitskräfte holten beide Ende Juli mitten in der Nacht ab, ohne einen Grund zu nennen. Beide Seelsorger sind im Ruhestand, übernehmen aber noch gelegentlich Aufgaben, um Pastoren im aktiven Dienst der „Full Gospel Church“ (Kirche des vollen Evangeliums) zu entlasten. Inzwischen ist bekannt geworden, dass sie in das strengstens gesicherte Zentrale Strafermittlungszentrum Wengel Mermera gebracht wurden, das sich in der Hauptstadt Asmara befindet.

Noch immer werden in Eritrea regelmäßig Menschen wegen ihres Glaubens willkürlich festgenommen, müssen unter unmenschlichen Haftbedingungen jahrelang ohne Anklage oder Gerichtsverfahren ausharren und werden gefoltert. In diesem Juni bestätigte der UN-Sonderberichterstatter zur Menschenrechtslage in Eritrea, Mohamed Abdelsalam Babiker, Berichte, denen zufolge die schweren Verstöße gegen die Menschenrechte andauern – trotz der Freilassung von über 100 Christen, Moslems und Zeugen Jehovas im Berichtzeitraum 2020/21.

Es ist zu befürchten, dass die betagten Pastoren misshandelt werden. Daher rufen IGFM und IDEA dazu auf, den eritreischen Diktator Isayas Afewerki in Briefen zu bitten, die beiden Pastoren unverzüglich freizulassen. Von den rund sechs Millionen Einwohnern des nordostafrikanischen Landes sind etwa 50 Prozent Muslime und 47 Prozent Christen.

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