Gesellschaft
Drei von vier sagen: Leistung von Müttern wird zu wenig wertgeschätzt
06.05.2026

Drei von vier Deutschen (76 Prozent) sind der Meinung, dass die Leistung von Müttern in der Kindererziehung in der deutschen Gesellschaft zu wenig wertgeschätzt wird. Das ergab eine Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA-Consulere (Erfurt) im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. 14 Prozent sind nicht dieser Meinung. Acht Prozent antworteten mit „Weiß nicht“, zwei Prozent machten keine Angabe.
Frauen stimmen der These deutlich häufiger zu als Männer (80 Prozent gegenüber 72 Prozent). Westdeutsche und Ostdeutsche liegen in ihrer Einschätzung gleichauf (76 Prozent gegenüber 77 Prozent). Besonders groß ist die Zustimmung zu der Aussage in den Altersgruppen der 50- bis 59-Jährigen (80 Prozent) und der 60- bis 69-Jährigen (82 Prozent). Auch in den anderen Altersgruppen stimmt eine deutliche absolute Mehrheit der Einschätzung zu: 18- bis 29-Jährige: 73 Prozent; 30- bis 39-Jährige: 72 Prozent; 40- bis 49-Jährige: 77 Prozent; über 70-Jährige: 74 Prozent.
Landeskirchliche Protestanten und Katholiken sehen mit jeweils 80 Prozent häufiger einen Mangel an Wertschätzung für Mütter als Freikirchler (64 Prozent). Bei den Muslimen tun es 73 Prozent, bei den Konfessionslosen 76 Prozent.
Unter den Anhängern der politischen Parteien stimmen die Sympathisanten der Linken der These mit 86 Prozent am häufigsten zu, gefolgt von den Parteigängern der AfD und der SPD (jeweils 81 Prozent), sowie der CDU/CSU (76 Prozent) und der Grünen (71 Prozent).
Für die Erhebung im Zeitraum vom 30. April bis 4. Mai 2026 zu der Frage: „Wie stehen Sie zu folgender Aussage? Die Leistung von Müttern in der Kindererziehung wird in der deutschen Gesellschaft zu wenig wertgeschätzt.“ hat INSA 2.008 Bundesbürger online befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die volljährige Bevölkerung in Deutschland sowie nach Geschlecht, Alter und Region.

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