Gesellschaft

Die Mehrheit findet Glaubenszeugnisse von Fußballern gut

Junge Menschen sind besonders häufig dieser Meinung. Das ergab eine Umfrage im Auftrag von IDEA. Ein weiteres Ergebnis: Freikirchler freuen sich über die Glaubenszeugnisse der Fußballprofis deutlich häufiger als landeskirchliche Protestanten.


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Dank an Gott: Der ivorische Spieler Emmanuel Agbadou nach dem WM-Spiel der Elfenbeinküste gegen Ecuador. Foto: picture alliance/REUTERS/Dylan Martinez
Dank an Gott: Der ivorische Spieler Emmanuel Agbadou nach dem WM-Spiel der Elfenbeinküste gegen Ecuador. Foto: picture alliance/REUTERS/Dylan Martinez

Die relative Mehrheit der Deutschen (40 Prozent) findet es gut, wenn Fußballer auf dem Spielfeld ihren Glauben bezeugen. Das ergab eine Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA-Consulere (Erfurt) im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. Jeder Dritte (33 Prozent) ist nicht dieser Meinung. 21 Prozent antworteten mit „Weiß nicht“, sieben Prozent machten keine Angabe.

Frauen und Männer liegen in dieser Frage mit jeweils 40 Prozent gleichauf. Westdeutsche begrüßen die öffentlichen Glaubenszeugnisse auf dem Fußballfeld häufiger als Ostdeutsche (41 Prozent gegenüber 36 Prozent). Junge Menschen tun es deutlich häufiger als ältere (18- bis 29-Jährige: 58 Prozent; 30- bis 39-Jährige: 41 Prozent; 40- bis 49-Jährige: 41 Prozent; 50- bis 59-Jährige: 36 Prozent; 60- bis 69-Jährige: 33 Prozent; über 70-Jährige: 32 Prozent).

Große Unterschiede gibt es unter den Mitgliedern der christlichen Konfessionen: Während bei Freikirchlern eine absolute Mehrheit von 59 Prozent positiv auf die Glaubenszeugnisse der Fußballprofis blickt, sind es bei den landeskirchlichen Protestanten nur 45 Prozent und bei den Katholiken nur 44 Prozent. Bei den Muslimen teilen sogar zwei von drei Befragten (68 Prozent) diese Sichtweise, bei den Konfessionslosen ist es nur knapp jeder Vierte (24 Prozent).

Unter den Anhängern der politischen Parteien begrüßen die Sympathisanten der Grünen mit 47 Prozent die sichtbaren Glaubensgesten der Fußballprofis am häufigsten, gefolgt von den Parteigängern der CDU/CSU (43 Prozent), der SPD (42 Prozent) sowie der AfD und der Linken (jeweils 39 Prozent).

Für die Erhebung im Zeitraum vom 19. bis 22. Juni 2026 zu der Frage: „Wie stehen Sie zur folgenden Aussage? Ich finde es gut, wenn Fußballer auf dem Spielfeld ihren Glauben bezeugen.“ hat INSA 2.008 Bundesbürger online befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die volljährige Bevölkerung in Deutschland sowie nach Geschlecht, Alter und Region.

Bei den Freikirchlern sieht eine absolute Mehrheit von nahezu 60 Prozent die Glaubenszeugnisse der Fußballprofis positiv. Grafik: ideagrafik
Bei den Freikirchlern sieht eine absolute Mehrheit von nahezu 60 Prozent die Glaubenszeugnisse der Fußballprofis positiv. Grafik: ideagrafik

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