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Corona-Pandemie: Kirchen landen bei Umfrage auf letztem Platz

21.10.2021

Eine Schutzmaske auf einer Kirchenbank. Symbolbild: pixabay.com
Eine Schutzmaske auf einer Kirchenbank. Symbolbild: pixabay.com

Hannover (IDEA) – Kirchen und religiöse Einrichtungen haben während der Corona-Pandemie bei den Deutschen keinen guten Eindruck hinterlassen. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage der Versicherungsgesellschaft HDI (Hannover) hervor.

3.700 Bürger wurden von dem Meinungsforschungsinstitut YouGov gebeten, Unternehmen und Institutionen während der Corona-Zeit mit Schulnoten zu bewerten. Danach landeten Kirchen und religiöse Einrichtungen mit der Note 4,1 auf dem letzten Platz.

Den Spitzenplatz belegten die Lebensmittel-Versorger (2,1), gefolgt von den Handwerkern (2,7) und dem eigenen Arbeitgeber (2,7), Wissenschaftlern und Virologen (2,8), dem Robert-Koch-Institut (3,0), Wirtschafts- und Industrieverbänden (3,6), den Gewerkschaften (3,7) und den Schulen (3,8). Am besten schnitten die Kirchen im Bundesland Hamburg (3,85) ab, am schlechtesten im Saarland (4,28).

Kaum Unterschiede gibt es bei den Befragten zwischen Frauen und Männern sowie zwischen West und Ost.  Auch unter Berücksichtigung des Schulabschusses gibt es nur geringe Abweichungen: Die Befragten ohne Schulabschluss geben der Kirche die Schulnote 4,1, die mit Volks- oder Hauptschulabschluss die Schulnote 3,8 und die mit Abitur 4,1. 

EKD und Deutsche Bischofskonferenz: Wir bekommen andere Rückmeldungen

Die Pressestellen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD/Hannover) und der (katholischen) Deutschen Bischofskonferenz (DBK/Bonn) stellen die Aussagekraft der Umfrage infrage. Der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA teilten sie in einer gemeinsamen Erklärung mit: „Die Rückmeldungen, die wir als Kirchen erhalten, zeigen uns ein anderes Bild. Wir werden weiterhin da sein für die Menschen, in- und außerhalb von Coronazeiten, insbesondere mit unseren Kranken-, Alten- und Pflegeeinrichtungen, Schulen und Gottesdienstangeboten.“

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