Gesellschaft

Bürger sehen wachsende Bedeutung des Ehrenamts

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Freiwillige Helfer nach der Flut im Ahrtal. Foto: Anna Brattig
Freiwillige Helfer nach der Flut im Ahrtal. Foto: Anna Brattig

Köln (IDEA) – Angesichts von Bedrohungen wie den Ukraine-Krieg, die Corona-Pandemie und Naturkatastrophen als Folge des Klimawandels halten die Bürger in Deutschland ehrenamtliches Engagement für immer wichtiger. Das geht aus dem zweiten „Malteser Ehrenamtsmonitor für Deutschland“ hervor.

Dazu führte das Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag der katholischen Hilfsorganisation Mitte März eine repräsentative Umfrage durch. Im Vergleich zur ersten Befragung im September 2021 messen die Bürger insbesondere bei den Themen öffentliche Sicherheit (von 51 auf 64 Prozent) und Migration bzw. Zuwanderung (von 48 auf 65 Prozent) dem Ehrenamt deutlich mehr Bedeutung bei.

Bei 31 Prozent der Bürger ist die Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu engagieren, durch die jüngsten Krisen stark oder eher gestiegen (2021: 28 Prozent). Die Mehrheit (54 Prozent) erklärte, dass sich ihre Bereitschaft dazu nicht verändert habe (2021: 57 Prozent). Rund ein Drittel der Befragten (35 Prozent) möchte spontan entscheiden, ob sie zum Beispiel im Falle eines Hochwassers mithelfen. Sie wollen sich aber nicht langfristig an eine Organisation binden. Sieben Prozent würden sich regelmäßig in einem Hilfswerk engagieren. Fünf Prozent sind bereits in einer Hilfsorganisation aktiv.

Die Umfrage ergab ferner, dass die Hilfsbereitschaft für die vom Krieg in der Ukraine Betroffenen groß ist. 27 Prozent der Bürger hatten bis zum Befragungszeitraum Mitte März Geld und 17 Prozent Hilfsgüter gespendet. Befragt wurden über 2.000 Personen ab 18 Jahren.

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