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Abgetrennte Hände gefunden – ausgesetztes Baby ist Kind des Opfers

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Das koptisch-orthodoxe Kloster Kröffelbach in Waldsolms. Foto: picture alliance/dpa/Christian Lademann
Das koptisch-orthodoxe Kloster Kröffelbach in Waldsolms. Foto: picture alliance/dpa/Christian Lademann

Nach dem Fund zweier abgetrennter Frauenhände am 17. November auf der Autobahn 45 zwischen Kreuz Olpe‑Süd und Freudenberg haben Ermittler das dazugehörige Opfer zuordnen können. Es handelt sich um eine 32-jährige junge Mutter aus Eritrea. Ihr Kind, ein drei Monate alter Säugling, wurde am koptisch-orthodoxen Kloster Kröffelbach in Waldsolms (Lahn-Dill-Kreis) ausgesetzt und gefunden.

Wie Vater Macaruos vom Kloster Kröffelbach gegenüber IDEA bestätigte, hatte ein Mönch den Kinderwagen mit dem Baby am Abend des 16. November am Rand des Klostergeländes bemerkt. Der Wagen habe in der Nähe der Brücke am Klostereingang, zwischen Tordurchgang und Straße gestanden. Nach dem Fund habe der Geistliche die Mitbrüder sowie die Polizei verständigt. Die Beamten alarmierten daraufhin einen Rettungswagen.

Zettel mit Namen im Kinderwagen

Im Kinderwagen fanden die Polizisten Vater Macaruos zufolge zwei Zettel – einen mit Namen und Geburtsdatum des Kindes, einen weiteren mit dem Namen der Mutter. Nach Angaben der Polizei Hagen ist die eritreische Frau zusammen mit ihrem Kind in einer Asylunterkunft in Bonn gemeldet. Sie konnte anhand von Fingerabdrücken identifiziert werden. Das Baby befinde sich weiterhin in amtlicher Obhut. Die genauen Umstände, wie das Kind vor das Kloster gelangte, seien Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die Mutter konnte bislang nicht gefunden werden.

Vater Macaruos sagte IDEA, die koptisch-orthodoxe Gemeinde sei für die Seelsorge unter den Kopten aus Ägypten zuständig. Rund zehn Prozent der etwa 200 Gottesdienstbesucher am Sonntag kämen zwar aus Eritrea, gehörten jedoch nicht zur Gemeinde. Es bestehe wegen der unterschiedlichen Kultur und Sprache kein Kontakt. Einen Vorfall wie diesen habe die Gemeinde bislang noch nicht erlebt.

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