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Frankfurt am Main/Wetzlar (idea) – Als „Gefangene des Monats Juni“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM/Frankfurt am Main) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) vier Chinesen benannt. Die IGFM und idea rufen dazu auf, für sie einzutreten und zu beten. Betroffen sind drei Mitglieder der evangelischen Hauskirche Liangren (Provinz Guangxi): deren Kindergartenleiterin Cheng Jie, der Gemeindeälteste Huang Quirui, die Mutter Li Jiato sowie der nicht zur Gemeinde gehörende Drucker Fang Bin. Ein Volksgericht in Liuzhou (Provinz Guangxi) verurteilte die drei Gemeindemitglieder am 24. April wegen „illegaler Geschäftspraktiken“ zu jeweils zwei Jahren Gefängnis; die Haftstrafe für den Drucker beträgt 21 Monate. Außerdem erhielten sie Geldstrafen. Die Verurteilten sollen mit dem Vertrieb eines staatlich nicht erlaubten Kindergartenbuches Profite erzielt haben. Die Kindergartenleiterin ist seit Februar 2014 inhaftiert, die anderen drei seit Juni. Die Verteidiger werten das Vorgehen der Behörden als religiöse Verfolgung. Die Verurteilten hätten nur den Selbstkostenpreis für die Bücher berechnet, die der Erziehung dienen sollen. Im Verfahren sei es auch zu Rechtsverstößen gekommen. Nach Angaben christlicher Beobachter ist die Liangren-Hauskirche starker Verfolgung ausgesetzt. Der chinesische Staatspräsident und Generalsekretär der Kommunistischen Partei (KP), Xi Jinping, hatte Mitte Mai erklärt, Religionsgemeinschaften in China müssten sich in die „sozialistische Gesellschaft“ integrieren, stünden unter der Leitung der KP und müssten „der Entwicklung der Nation dienen“. Die IGFM und idea rufen dazu auf, sich in Briefen an den Staatspräsidenten für die Freilassung der Verurteilten einzusetzen. Sie hätten nur ihr Recht auf Religionsfreiheit in Anspruch genommen. Die Zahl der Christen in der Volksrepublik China wird auf bis zu rund 130 Millionen geschätzt. Sie übertrifft damit die der 85 Millionen kommunistischen Parteimitglieder.

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