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Verein Deutsche Sprache: Gendern im Online-Duden wieder einstellen

17.01.2021

Der Duden-Verlag will künftig alle Personenbezeichnungen auf seiner Internetseite  gendern. Foto: picture alliance / M.i.S.-Sportpressefoto | MiS
Der Duden-Verlag will künftig alle Personenbezeichnungen auf seiner Internetseite gendern. Foto: picture alliance / M.i.S.-Sportpressefoto | MiS

Dortmund (idea) – Der Verein Deutsche Sprache (VDS/Dortmund) hat den Duden-Verlag aufgefordert, das Gendern von Berufsbezeichnungen im Online-Duden wieder einzustellen. Unter den 100 Erstunterzeichnern des Aufrufs sind auch mehrere bekennende Christen.

Hintergrund: Der Duden-Verlag will künftig alle 12.000 Personenbezeichnungen auf seiner Internetseite duden.de gendern. Laut Duden-Online ist ein Mieter nun nicht mehr „jemand, der etwas gemietet hat“, sondern eine „männliche Person, die etwas gemietet hat“. Die Arbeiten wurden 2020 begonnen und sollen 2021 abgeschlossen werden. Damit widerspreche der Duden nicht nur den Regeln der deutschen Grammatik, sondern auch dem Bundesgerichtshof, schreibt der Verein Deutsche Sprache.

Dieser hatte im März 2018 festgehalten hat, dass mit der Bezeichnung „der Kunde“ Menschen jeglichen Geschlechts angesprochen seien. Die Beschwerde der Klägerin, die von ihrer Sparkasse mit „Kundin“ angeredet werden wollte, sei kürzlich vom Bundesverfassungsgericht abgewiesen worden. Der Duden betreibe eine problematische Zwangs-Sexualisierung, die in der deutschen Sprache so nicht vorgesehen sei.

Das biologische Geschlecht (Sexus) sei nicht mit dem grammatikalischen Geschlecht (Genus) gleichzusetzen. Der Duden sei dabei, seine Rolle als Standard-Referenzwerk für das Deutsche aufzugeben. Indem er Sprache nicht mehr nur widerspiegele, sondern sie aktiv verändere, widerspreche er seinen eigenen Grundsätzen.

Der VDS fordert deshalb den Duden auf, „seine Sexualisierungspläne zu überdenken, in Zukunft sensibler und behutsamer mit der deutschen Sprache umzugehen, und sich auf seine ursprünglichen Ziele zu besinnen“.

Wer unterschrieben hat

Zu den Erstunterzeichnen gehören der aus Äthiopien stammende Christ und Bestsellerautor Prinz Asfa-Wossen Asserate (Frankfurt am Main), der Vorstandsvorsitzende der Evangelischen Nachrichtenagentur idea, Helmut Matthies (Brandenburg an der Havel), die Journalisten und Bestsellerautoren Peter Hahne (Berlin) und Birgit Kelle, die Schriftsteller Klaus-Rüdiger Mai (Zossen) und Monika Maron (Berlin), der Historiker Prof. Peter Hoeres (Würzburg), der frühere hessische Kultus- und Justizminister Christean Wagner (CDU) und Bundestagspräsident a. D. Wolfgang Thierse (SPD).

Ebenfalls unterschrieben haben der Journalist Henryk Broder (Berlin), der Arzt und Autor Dietrich Grönemeyer (Bochum) sowie der Kabarettist Dieter Nuhr (Düsseldorf).

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